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    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Stefan Zweigs Bibliotheken</title>
        <author>
          <persName>
            <forename>Oliver</forename>
            <surname>Matuschek</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <orgName corresp="https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=72" ref="d-nb.info/gnd/1047605287">Literaturarchiv Salzburg</orgName>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="d-nb.info/gnd/1137284463"> Zentrum für Informationsmodellierung -
						Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
					</orgName>
        </authority>
        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at"> GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset
						Management System </orgName>
        </distributor>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0">Creative
						Commons BY-NC-SA 4.0</licence>
        </availability>
        <publisher>Literaturarchiv Salzburg</publisher>
        <idno type="PID">o:szd.thema.3</idno>
        <date when="2017-12-15">28.11.2019</date>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="gams.uni-graz.at/szd">Stefan Zweig Digitale
					Nachlassrekonstruktion</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Manfred</forename>
            <surname>Mittermayer</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Datenmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Christopher</forename>
            <surname>Pollin</surname>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <p>ToDo: Manuskripte von Stefan Zweig in progress</p>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <projectDesc>
        <p> Das Projekt verfolgt das Ziel, den weltweit verstreuten Nachlass von Stefan
					Zweig im digitalen Raum zusammenzuführen und ihn einem literaturwissenschaftlich
					bzw. wissenschaftlich interessierten Publikum zu erschließen. In Zusammenarbeit
					mit dem Literaturarchiv der Universität Salzburg wird dabei, basierend auf dem
					dort vorhandenen Quellenmaterial, eine digitale Nachlassrekonstruktion des
					Bestandes generiert. So entsteht ein strukturierter Bestand an digitalen
					Objekten, der im Sinne der digitalen Langzeitarchivierung repräsentiert wird,
					und NutzerInnen orts- und zeitunabhängig zugänglich ist. Das Projekt ist so
					konzipiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt Erschließung und Anreicherung des
					Quellenmaterials (z.B. digitalen Editionen) möglich werden.</p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div type="introduction" xml:lang="de">
        <p xml:lang="de">Über <name>Stefan Zweigs</name> Bibliothek, also jene Bücher, die
					er selbst besaß, für seine eigene literarische Arbeit nutzte und aus Interesse
					oder zur Unterhaltung las, war lange Zeit kaum etwas bekannt. Dabei war
						<name>Zweig</name> gerade für seine zahlreichen Biographien und Essays über
					literarische und historische Persönlichkeiten auf umfassende gedruckte Quellen
					angewiesen. Entsprechend aussagekräftig für die Forschung kann schon allein
					deshalb das Wissen um seinen früheren Buchbesitz sein. </p>
      </div>
      <div type="introduction" xml:lang="en">
        <p xml:lang="en">For a long time, very little was known about <name>Stefan
						Zweig’s</name> personal library: the books which he owned, used for his
					literary work, read for research or for pleasure. Indeed, for the numerous
					biographies and essays on literary and historical figures that he wrote, Zweig
					very much depended on extensive printed sources. Thus, anything we can learn
					about the books that were in <name>Zweig’s</name> possession is likely to be of
					significant value to research. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title style="uppercase">ENTWICKLUNG DER BIBLIOTHEKEN</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> Bereits als Schüler und junger Autor hatte <name>Zweig</name> eine
					ganze Reihe von Büchern erworben und den Bestand in den folgenden Jahrzehnten
					kontinuierlich ausgebaut. Um 1930 war mit über 10.000 Bänden in seinem
					Salzburger Haus der größte Buchbestand in seinem Besitz erreicht. Neben
					gezielten Ankäufen waren zahlreiche Werke als Rezensionsexemplare und Geschenke
					von Verlagen und Autorinnen und Autoren hinzugekommen. Eine eigene, sehr
					umfassende Abteilung bildete die Sammlung der Auktions- und Verkaufskataloge für
					Autographen, die <name>Zweig</name> als Dokumentationsmaterial für seine
					Handschriftensammlung zusammentrug. Mit seinem Weggang aus Österreich und der
					Auflösung des Haushalts auf dem Salzburger Kapuzinerberg in den Jahren 1936 und
					1937 wurde der allergrößte Teil der Bücher verkauft und verschenkt. Für seine
					neue Wohnung in London stellte sich <name>Zweig</name> aus ausgewählten Resten
					der in Salzburg vorhandenen Bestände und Neuerwerbungen eine kleinere
					Arbeitsbibliothek zusammen. Über den eigenen Besitz hinaus nutzte er – vor allem
					in den Jahren des Exils – auch Bücher aus öffentlichen Sammlungen, sodass in
					chronologischer wie auch in räumlicher Hinsicht nicht nur von einer Bibliothek,
					sondern vielmehr von <hi style="italic">den</hi> Bibliotheken <name>Stefan
						Zweigs</name> gesprochen werden kann. <figure>
            <graphic url="IMG.2"></graphic>
            <figDesc>
              <caption>Stefan Zweigs Salzburger Bibliothek nach 1929</caption>
            </figDesc>
          </figure>
        </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title style="uppercase">GENESIS OF ZWEIG&apos;S LIBRARIES</title>
        </head>
        <p xml:lang="en"> Even in his school days and during his very earliest years as a
					young writer Zweig is known to have been an avid buyer of books, and in the
					following decades he continuously developed his collection, a corpus which
					reached its greatest expanse around 1930, peaking at the more than 10,000
					volumes which he kept at his villa in Salzburg. Deliberate acquisitions stood
					beside review copies and gifts received from publishers as well as from other
					authors. A quite extensive, independent segment is formed by the collection of
					auction and sales catalogues issued by autograph dealers, assembled by Zweig as
					documentation for his manuscript collection. When Zweig left Austria and
					dissolved his household on Salzburg’s Kapuzinerberg in 1936 and 1937, the vast
					majority of his books were sold or given away. For his new residence in London,
					Zweig assembled a reduced working library culled from the remains of his
					Salzburg collections, but also including new acquisitions. Especially during his
					years of exile, Zweig consulted not only books in his own possession, but also
					works he found in public collections. Hence, both in chronological and in
					spatial terms, it makes sense to speak of not one library of Stefan Zweig, but
					of several. <figure>
            <graphic url="IMG.2"></graphic>
            <figDesc>
              <caption xml:lang="en">Stefan Zweig’s Salzburg library after
								1929</caption>
            </figDesc>
          </figure>
        </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title style="uppercase">KATALOGE UND PROVENIENZMERKMALE</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> Da die meisten Bücher aus <name>Zweigs</name> Bibliotheken noch zu
					seinen Lebzeiten verteilt wurden und in zumeist unbekannten Besitz übergingen,
					ist heute nur noch ein Bruchteil davon sicher nachzuweisen. Ursprünglich waren
					alle Bestände auf Kateikarten und in Bandkatalogen verzeichnet, von denen jedoch
					nur noch diejenigen der Autographenkatalogsammlung und der sogenannten <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.glossar#Hausexemplar" type="hyperlink">Hausexemplare</ref> erhalten geblieben sind. Rund 1.300 der ursprünglich
					über 10.000 Bände können <name>Stefan Zweig</name> heute anhand von <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.glossar#ProvenanceFeature" type="hyperlink">Provenienzmerkmalen</ref> zugeordnet werden, die mehr oder weniger leicht
					zu identifizieren sind. Es handelt sich bei diesen Spuren um so eindeutige
					Zeichen wie Adressstempel oder handschriftliche Randbemerkungen, aber auch um
					Signaturen der früheren Aufstellungen in <name>Zweigs</name> Wohnungen, die oft
					nur aus dem Zusammenhang zu erschließen waren. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title style="uppercase">CATALOGUES AND PROVENANCE FEATURES</title>
        </head>
        <p xml:lang="en"> Zweig’s libraries were largely dispersed during his own lifetime,
					and most books ended up in unknown locations; only a fraction of them can be
					identified with certainty. Originally, all holdings were recorded on filing
					cards or in book catalogues, of which only those of the autograph catalogue
					collection and of the so-called <ref target="http://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:szd.glossar/methods/sdef:SKOS/get?locale=en#Hausexemplar" type="hyperlink">“Hausexemplare”</ref> (voucher copies of Zweig’s own works) have survived.
					Today, some 1,300 volumes of the original more than ten thousand can be
					attributed to Stefan Zweig by means of <ref target="http://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:szd.glossar/methods/sdef:SKOS/get?locale=en#ProvenanceFeature" type="hyperlink">provenance features</ref>, some more easily identifiable than others. These
					features include such unequivocal signs of ownership as address stamps or
					handwritten annotations, but also shelfmarks apparently denoting former shelf
					locations in Zweig’s various residences, the meaning of which often can be
					inferred only from the context. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title style="uppercase">DIE BIBLIOTHEKEN BEI STEFAN ZWEIG DIGITAL</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> In den vergangenen Jahren konnten im Rahmen von privaten
					Initiativen und von STEFAN ZWEIG DIGITAL bisher unzugängliche oder unbekannte
					Teile von <name>Zweigs</name> Bibliotheken in privaten und öffentlichen
					Sammlungen ermittelt und <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.bibliothek" type="hyperlink">ausführlich
						katalogisiert</ref> werden. Eine Ausnahme bilden die über 4.000
					Autographenkataloge, von denen sich heute rund 3.000 im Deutschen
					Literaturarchiv Marbach befinden. Sie sind als Sonderbestand bislang noch nicht
					einzeln digital erfasst worden, es liegen jedoch Listen der <ref target="http://www.dla-marbach.de/cgi-bin/aDISCGI/kallias_prod/lib/adis.pdf?ADISDB=MM&amp;ADISOI=01525433" type="hyperlink">gebundenen</ref> und als <ref target="http://www.dla-marbach.de/cgi-bin/aDISCGI/kallias_prod/lib/adis.pdf?ADISDB=MM&amp;ADISOI=01525432" type="hyperlink">Einzelhefte</ref> erhaltenen Exemplare vor. Neben der Katalogaufnahme nach
					bibliothekarischen Standards wurden bei der Verzeichnung der Bücher auch alle
					individuellen Provenienzmerkmale aufgenommen. Die Definition und Erfassung der
					einzelnen Spuren erfolgt auf Grundlage des <ref target="https://provenienz.gbv.de/T-PRO_Thesaurus_der_Provenienzbegriffe" type="hyperlink">T-PRO Thesaurus</ref>, der standardisierte Bezeichnungen und Beschreibungen
					enthält. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title style="uppercase">THE LIBRARIES IN STEFAN ZWEIG DIGITAL</title>
        </head>
        <p xml:lang="en"> During the past years, private initiatives as well as efforts by
					the STEFAN ZWEIG DIGITAL project have made it possible to identify and <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=en" type="hyperlink">catalogue in depth</ref> previously inaccessible or unknown parts of
					Zweig’s libraries now in private and public collections. The books are
					catalogued according to library standards, also noting all individual provenance
					features. The various traces of Zweig’s ownership have been categorised and
					recorded on the basis of the <ref target="https://provenienz.gbv.de/T-PRO_Thesaurus_der_Provenienzbegriffe" type="hyperlink">T-PRO Thesaurus of Provenance Terms</ref>, which offers standardised
					terminology and descriptions. The more than 4,000 autograph catalogues, of which
					some 3,000 are today held by the Deutsches Literaturarchiv Marbach, form an
					exception: so far, no individualized digital records exist of this special
					collection; instead, researchers may consult lists of the various brochures,
					some of which are preserved <ref target="http://www.dla-marbach.de/cgi-bin/aDISCGI/kallias_prod/lib/adis.pdf?ADISDB=MM&amp;ADISOI=01525432" type="hyperlink">separately</ref>, others <ref target="http://www.dla-marbach.de/cgi-bin/aDISCGI/kallias_prod/lib/adis.pdf?ADISDB=MM&amp;ADISOI=01525433" type="hyperlink">bound into volumes</ref>. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>ORIGINALSIGNATUREN</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> In den einzelnen Katalogeinträgen wurden im Feld <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.glossar#OriginalShelfmark" type="hyperlink">Originalsignaturen</ref> auch die zahlreichen Standortangaben und
					Aufstellungssysteme festgehalten, deren Bedeutung noch nicht vollständig
					entschlüsselt werden konnte. Signaturreihen, wechselnde Nummernsysteme und
					wiederkehrende Kombinationen in thematisch ähnlichen Büchern lassen jedoch
					Rückschlüsse auf frühere Aufstellungen und auf Fehlstellen in den vorhandenen
					Beständen zu. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title style="uppercase">ORIGINAL SHELFMARKS</title>
        </head>
        <p xml:lang="en"> In the various catalogue entries, the field <ref target="http://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:szd.glossar/methods/sdef:SKOS/get?locale=en#OriginalShelfmark" type="hyperlink">“original shelfmarks”</ref> also records the numerous indicators of
					location and shelving system whose meaning so far could be only partially
					deciphered. Shelfmark sequences, successions of changing numbering systems, and
					recurring combinations allow us to draw certain conclusions about the library’s
					former organisation and about lacunae in the extant inventory. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title style="uppercase">DER BESONDERE BESTAND DER HAUSEXEMPLARE</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> Mit über 600 Bänden bilden die als „Hausexemplare“ bezeichneten
					und zumeist mit einem entsprechenden Stempelabdruck gekennzeichneten
					Belegexemplare von <name>Zweigs</name> eigenen Werken einen bedeutenden Anteil
					des heute bekannten Buchbestands. Es handelt sich dabei um Originalausgaben
					sowie um verschiedene Folgeauflagen und Übersetzungen. Die Hausexemplare dienten
					vorrangig zur Verwaltung der Werke und zur Beantwortung der zahlreichen Anfragen
					für Übersetzungen und Abdrucke einzelner Texte. Einige der Bücher wurden auch
					als Textquellen und als Arbeitsexemplare genutzt und enthalten Streichungen,
					Änderungen und Korrekturen, die <name>Stefan Zweig</name> selbst vorgenommen
					hat. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title style="uppercase">THE SPECIAL COLLECTION OF THE “HAUSEXEMPLARE”</title>
        </head>
        <p xml:lang="en">The more than 600 volumes of “Hausexemplare”, Stefan Zweig’s
					voucher copies of his own works which were mostly marked with a special stamp,
					constitute a significant proportion of his surviving collection as it is known
					today. They include original editions as well as various re-issues and
					translations. The “Hausexemplare” served mainly administrational purposes and
					facilitated the management of inquiries concerning translations and reprints.
					Some books, however, were also used as sources and working copies, containing
					deletions, changes, and corrections in Stefan Zweig’s own hand. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>AUSSAGEKRAFT DER BISLANG BEKANNTEN BESTÄNDE</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> Die übrigen heute noch bekannten Bände aus <name>Zweigs</name>
					Bibliotheken fallen in unterschiedliche Themenbereiche und literarische
					Gattungen. Nicht wenige der Bücher sind mit persönlichen <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.glossar#PresentationInscription" type="hyperlink">Widmungen</ref> für <name>Stefan Zweig</name> versehen, die einen regen
					Austausch von Neuerscheinungen in seinem Umfeld dokumentieren. Rückschlüsse auf
					literarische Vorlieben oder thematische Schwerpunkte sollten anhand der
					verzeichneten Bücher bislang jedoch nur mit Vorsicht gezogen werden. Dass im
					bekannten Bestand beispielsweise kein einziges Werk von <name ref="#SZDPER.896" type="person">Thomas Mann</name> enthalten ist, bedeutet keineswegs, dass
						<name>Zweig</name> keines besessen hat, sondern nur, dass bislang kein
					entsprechender Band aus seinem früheren Besitz nachgewiesen werden konnte. Denn
					durch Briefe und sonstige Bemerkungen ist in diesem Fall zweifelsfrei
					dokumentiert, dass <name>Zweig</name> und <name ref="#SZDPER.896" type="person">Mann</name> sich ihre jeweils neuesten Werke, oft sogar mit persönlichen
					Widmungen versehen, gegenseitig zugesandt haben. Bei der Betrachtung der heute
					bekannten Bestände ist zudem zu berücksichtigen, dass die Bücher auf
					unterschiedlichen Wegen an verschiedene Orte gelangten. So bilden die heute im
					Besitz von <name>Stefan Zweigs</name> Erben in London verbliebenen Bände –
					abgesehen von den Autographenkatalogen – den umfangreichsten Einzelbestand. In
					seinem Kern geht dieser auf Zweigs eigene Auswahl aus der Salzburger Bibliothek
					infolge der Haushaltsauflösung zurück. In den folgenden Jahren wurde dieser
					Bestand beinahe ausschließlich durch gezielte Neuerwerbungen ergänzt und dürfte
					somit deutliche Hinweise auf <name>Zweigs</name> literarische Interessen in den
					späten 1930er-Jahren geben. Dagegen sind im Nachlass des Salzburger
					Schriftstellers <name ref="#SZDPER.1624" type="person">Georg Rendl</name> und in
					verschiedenem Privatbesitz gerade jene Bücher überliefert, die
						<name>Zweig</name> beim Gang ins Exil aussortiert hatte und denen er in
					dieser Phase seines Lebens vermutlich weniger Bedeutung beimaß. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>SIGNIFICANCE OF THE KNOWN INVENTORY</title>
        </head>
        <p xml:lang="en"> The other identified books from Zweig’s libraries cover a variety
					of subjects and literary genres. A good number of them contain <ref target="http://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:szd.glossar/methods/sdef:SKOS/get?locale=en#PresentationInscription" type="hyperlink">personal inscriptions</ref> to Stefan Zweig, evidencing a lively barter of
					new publications among his wider circle. Any inferences as to literary tastes or
					key themes based on the inventory so far catalogued must be drawn with caution:
					for example, the fact that the known corpus contains not a single work by <name ref="#SZDPER.896" type="person">Thomas Mann</name> should not be taken to
					mean that Zweig owned no such book, but merely that no such volume with his
					provenance could be identified so far. Indeed, in this case, letters and other
					remarks prove conclusively that Zweig and <name ref="#SZDPER.896" type="person">Mann</name> frequently sent each other their own latest publications, often
					inscribed to each other. It should also be taken into account that the books
					reached their several current locations by various routes. Disregarding the
					autograph catalogues, it is the volumes which remained in London – now owned by
					the heirs of Stefan Zweig – which constitute the largest single bloc of the
					collection. The nucleus of this trove is formed by those volumes from Zweig’s
					Salzburg library which he chose to keep when he gave up his residence in
					Austria. In the following years, this pared-down collection was expanded almost
					exclusively by deliberate acquisitions, and the new titles may be assumed
					strongly to reflect Zweig’s literary interests in the late 1930s. By contrast,
					the volumes preserved in the estate of the Salzburg writer Georg Rendl and in
					various private collections belong to the group of books which Zweig had
					eliminated when he went into exile, suggesting that these were the titles to
					which he attached less importance at this stage of his life. </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>CHANCEN UND PERSPEKTIVEN</title>
        </head>
        <p xml:lang="de"> Trotz aller Verluste und Einschränkungen lassen sich auf Grundlage
					des inzwischen bekannten früheren Buchbestands aus <name>Stefan Zweigs</name>
					Bibliotheken schon heute wichtige neue Erkenntnisse zu seiner literarischen
					Arbeit, zu seinen Lektüregewohnheiten und seiner Nutzung von Quellenmaterial
					sowie zu seinen persönlichen Interessen gewinnen. Durch die Verzeichnung der
					Bestände bei STEFAN ZWEIG DIGITAL können die ermittelten Informationen in
					Verbindung mit zahlreichen Archivalien und Dokumenten aus <name>Zweigs</name>
					sehr umfangreichem Nachlass betrachtet werden. So besteht in vielen Fällen die
					Möglichkeit, weitere und bisher oft unsichtbar gebliebene Bezüge der Materialien
					zueinander zu erkennen. Der Katalog soll auch zukünftig um Einträge neu
					aufgefundener Bände aus <name>Stefan Zweigs</name> Bibliotheken ergänzt werden.
					Dabei bietet sich mit den im Rahmen des Projekts ermittelten Provenienzmerkmalen
					erstmals die Möglichkeit, auch solche Bücher zu identifizieren, deren Herkunft
					bislang unbemerkt geblieben war. Für Hinweise auf weitere Bände ist das Team von
					STEFAN ZWEIG DIGITAL sehr dankbar. </p>
        <p>
          <figure>
            <graphic url="IMG.3"></graphic>
            <figDesc>
              <caption xml:lang="de">
                <ref target="https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-446" type="external">Weitere Informationen zum Buch</ref>
              </caption>
            </figDesc>
          </figure>
        </p>
        <p xml:lang="de"> Ausführliche Informationen zur Bibliotheksgeschichte, zu den
					Beständen, den Provenienzmerkmalen und zu einzelnen Büchern finden sich in der
					im Rahmen von STEFAN ZWEIG DIGITAL entstandenen Publikation: </p>
        <p xml:lang="de">Stephan Matthias, Oliver Matuschek<lb></lb>
          <hi style="italic">Stefan Zweigs Bibliotheken</hi>
          <lb></lb> 144 Seiten, 95 Abb.,
					farbig und sw<lb></lb> 27 x 21 cm, Broschur<lb></lb> Sandstein Verlag, Dresden 2018<lb></lb>
					ISBN 978-3-95498-446-6</p>
        <p xml:lang="de"> „Die schicksalhafte Geschichte des Buchbesitzes Stefan Zweigs ist
					im Rahmen dieser klug konzipierten und reich illustrierten Publikation, die ich
					ausdrücklich zur Lektüre empfehle, schon jetzt in einem Umfang ‚sichtbar‘
					geworden, der lange nicht für machbar gehalten wurde.“<lb></lb> Susanne Buchinger in
						<hi style="italic">Aus dem Antiquariat</hi>
        </p>
        <p xml:lang="de">
          <ref target="https://verlag.sandstein.de/reader/98-446_ZweigsBibliotheken">Zur
						Leseprobe</ref>
        </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title style="uppercase">OPPORTUNITIES AND OUTLOOK</title>
        </head>
        <p xml:lang="en"> In spite of all losses and limitations, our newly-gained knowledge
					of the former extent of Zweig’s libraries already facilitates important new
					insights into his literary work, his reading habits, his use of sources, and his
					personal interests. The inventories catalogued within STEFAN ZWEIG DIGITAL allow
					for comparisons with numerous archival papers and documents from Zweig’s very
					extensive estate, investigations which often reveal new and hitherto elusive
					interconnections. The catalogue will continue to be enlarged by additional books
					from Stefan Zweig’s libraries whenever they can be located. The provenance
					features established in the course of the project now make it possible to
					identify volumes that would otherwise have gone unrecognized. Any information
					that contributes to such discoveries would be sincerely appreciated by the team
					at STEFAN ZWEIG DIGITAL. </p>
        <p>
          <figure>
            <graphic url="IMG.3"></graphic>
            <figDesc>
              <caption xml:lang="de">
                <ref target="https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-446" type="external">More
									about the book</ref>
              </caption>
            </figDesc>
          </figure>
        </p>
        <p xml:lang="en"> Extensive information on the history of the library, about its
					contents, the distinguishing provenance features, and about individual books may
					be found in the following publication which grew out the STEFAN ZWEIG DIGITAL
					project: </p>
        <p xml:lang="en">Stephan Matthias, Oliver Matuschek<lb></lb>
          <hi style="italic">Stefan Zweigs Bibliotheken</hi>
          <lb></lb> 144 pages, 95
					illustrations in colour and b/w<lb></lb> 27 × 21 cm, softcover<lb></lb> Sandstein
					Verlag, Dresden 2018<lb></lb> ISBN 978-3-95498-446-6</p>
        <p xml:lang="en"> „Die schicksalhafte Geschichte des Buchbesitzes Stefan Zweigs ist
					im Rahmen dieser klug konzipierten und reich illustrierten Publikation, die ich
					ausdrücklich zur Lektüre empfehle, schon jetzt in einem Umfang ‚sichtbar‘
					geworden, der lange nicht für machbar gehalten wurde.“ <lb></lb> (“By this
					intelligently conceived and profusely illustrated publication which I recommend
					unreservedly to the reader, the fateful history of Stefan Zweig’s personal
					collection of books has been made ‘visible’ to a degree long considered
					unattainable.”) <lb></lb> Susanne Buchinger in <hi style="italic">Aus dem
						Antiquariat</hi>
        </p>
        <p xml:lang="en">
          <ref target="https://verlag.sandstein.de/reader/98-446_ZweigsBibliotheken">Read
						an extract here</ref>
        </p>
      </div>
    </body>
  </text>
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