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      <titleStmt>
        <title>Stefan Zweig und Sigmund Freud</title>
        <author>
          <persName>
            <forename>Oliver</forename>
            <surname>Matausek</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <orgName corresp="https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=72" ref="d-nb.info/gnd/1047605287">Literaturarchiv Salzburg</orgName>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für Informationsmodellierung - AustrianCentrefor
            Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz </orgName>
        </authority>
        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at"> GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset
            ManagementSystem </orgName>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0">Creative Commons BY
            4.0</licence>
        </availability>
        <publisher>Literaturarchiv Salzburg</publisher>
        <idno type="PID">o:szd.thema.6</idno>
        <date when="2023-11-22">22.11.2023</date>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="gams.uni-graz.at/szd">Stefan Zweig Digitale Nachlassrekonstruktion</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Manfred</forename>
            <surname>Mittermayer</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Datenmodellierung</resp>
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            <forename>Christopher</forename>
            <surname>Pollin</surname>
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      </seriesStmt>
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        <p>SZD Themenseite</p>
      </sourceDesc>
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      <projectDesc>
        <p> Das Projekt verfolgt das Ziel, den weltweit verstreuten Nachlass von Stefan Zweig im
          digitalen Raum zusammenzuführen und ihn einem
          literaturwissenschaftlichbzw.wissenschaftlich interessierten Publikum zu erschließen. In
          Zusammenarbeit mitdemLiteraturarchiv der Universität Salzburg wird dabei, basierend auf
          dem dortvorhandenenQuellenmaterial, eine digitale Nachlassrekonstruktion des Bestandes
          generiert.So entstehtein strukturierter Bestand an digitalen Objekten, der im Sinne
          derdigitalenLangzeitarchivierung repräsentiert wird, und NutzerInnen orts-
          undzeitunabhängigzugänglich ist. Das Projekt ist so konzipiert, dass zu einem
          späterenZeitpunktErschließung und Anreicherung des Quellenmaterials (z.B. digitalen
          Editionen)möglichwerden. </p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
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  <text>
    <body>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <p>
          <ref target="https://stefanzweig.digital/context:szd.facsimiles.korrespondenzen#SigmundFreud" type="right-button-link">DIREKT ZU DEN BRIEFEN</ref>
        </p>

        <p> Dank großzügiger Unterstützung privater Sponsor:innen und der Internationalen Salzburg
          Association konnte das Literaturarchiv Salzburg im November 2023 beim Londoner
          Auktionshaus Christie’s 47 Briefe und Postkarten <name>Stefan Zweigs</name> an <name ref="#SZDPER.431" type="person">Sigmund Freud</name> sowie einen Brief
            <name>Zweigs</name> an <name ref="#SZDPER.2075" type="person">Anna Freud</name>
          ankaufen. Damit ist eine weitere bedeutende Neuerwerbung gelungen, die zahlreiche
          Verbindungen zu bereits vorhandenen Dokumenten aufweist. Die Briefe wurden zwischen 1920
          und 1939 geschrieben und dokumentieren folglich einen langen Zeitraum der Bekanntschaft
            <name>Zweigs</name> und <name>Freuds</name>, die bis in
          das Jahr 1908 zurückreicht. Damals hatte sich <name>Zweig</name> mit der Übersendung eines
          seiner Bücher bei <name>Freud</name> vorgestellt, für das
          sich <name>Freud</name> wiederum mit einem Brief bedankte.
          Während <name>Freuds</name>
          <ref target="https://www.nli.org.il/en/archives/NNL_ARCHIVE_AL990034264240205171/NLI#$FL81825895">Schreiben bis zum Jahr 1932</ref> von <name>Zweig</name> bei der Auflösung seines
          Salzburger Haushalts an die Vorgängerinstitution der heutigen National Library of Israel
          in Jerusalem gegeben wurden, sind die nun vom Literaturarchiv erworbenen Briefe
            <name>Zweigs</name> an <name>Freud</name> zuletzt im
          Juni 1989 ebenfalls bei Christie’s in London versteigert worden. Die nach 1932
          geschriebenen Briefe <name>Freuds</name> dagegen wurden im
          Mai 2015 in mehreren Losen bei Sotheby’s in London angeboten und gelangten wahrscheinlich
          an unterschiedliche Besitzer:innen. <ref target="http://hdl.loc.gov/loc.mss/ms004017.mss39990.01281">Abschriften</ref> von <name>Freuds</name> Briefen und Originale von Schreiben
              <name>Zweigs</name> an Freuds Frau <name ref="#SZDPER.2077" type="person">Martha</name> und seine Tochter <name>Anna</name> befinden sich heute in der Library of Congress in Washington, D.C. </p>
        <p>

          <name>Sigmund Freud</name> war 25 Jahre älter als
            <name>Stefan Zweig</name> und zählte damit zu einer ganzen Reihe von arrivierten
          Persönlichkeiten, die <name>Zweigs</name> Werdegang als Schriftsteller erheblich
          beeinflussten. Neben <name>Freud</name> wären hier unter
          anderem <name ref="#SZDPER.1273" type="person">Arthur Schnitzler</name>, <name ref="#SZDPER.723" type="person">Ellen Key</name> und <name ref="#SZDPER.1462" type="person">Émile Verhaeren</name> zu nennen. In späteren Jahren bezog sich
            <name>Zweig</name> immer wieder auf <name>Freuds</name>
          Werk, wenn er über seine eigene Arbeit sprach. Dabei hatte er sich keineswegs eingehender
          mit <name>Freuds</name> wissenschaftlicher Methodik oder
          mit den Details der Psychoanalyse beschäftigt, vielmehr lag <name>Freuds</name> Bedeutung für <name>Zweig</name> in der Offenheit,
          psychische Konflikte und Probleme überhaupt zu benennen und sie auch außerhalb von
          Fachkreisen zu thematisieren. </p>
        <p> Nach der ersten Kontaktaufnahme versorgte <name>Zweig</name>

          <name>Freud</name> regelmäßig mit Neuerscheinungen seiner
          Werke, von denen einige Bände mit handschriftlichen Widmungen in <name>Freuds</name> Nachlass erhalten geblieben sind. Während <name>Zweig</name>
          sich in späteren Jahren mehrmals öffentlich über <name>Freud</name> äußerte, hielt sich <name>Freud</name> in
          dieser Hinsicht zurück. Allerdings erschien bereits im ersten Jahrgang der von ihm 1912
          begründeten und herausgegebenen Zeitschrift <hi style="italic">Imago</hi> eine <ref target="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/imago1912/0217/image,info">enthusiastische Besprechung</ref> von <name>Zweigs</name> Novellenband <hi style="italic">Erstes Erlebnis</hi>
            durch den Psychoanalytiker <name ref="#SZDPER.1150" type="person">Theodor
              Reik</name>. </p>

        <p> Auch als sich <name>Zweig</name> nach dem Ersten Weltkrieg in Salzburg niedergelassen
          hatte, riss der Kontakt zu <name>Freud</name> in Wien
          nicht ab. Weiterhin schickte er ihm seine neuesten Werke und erhielt Antwortschreiben, die
            <name>Freuds</name> eingehende Beschäftigung mit jedem
          der Texte dokumentieren. So bedankte er sich im Oktober 1920 für den Band <hi style="italic">Drei Meister</hi> und lobte ausdrücklich die darin
          enthaltenen Essays über <name ref="#SZDPER.59" type="person">Honoré de Balzac</name>
          und <name ref="#SZDPER.301" type="person">Charles Dickens</name>
          , zeigte sich allerdings mit <name>Zweigs</name> Deutung <name ref="#SZDPER.313" type="person">Fjodor Dostojewskis</name> nicht
          einverstanden. </p>

        <p> Neben dem brieflichen Austausch kam es immer wieder zu Besuchen <name>Zweigs</name> in
            <name>Freuds</name> Wiener Wohnung in der Berggasse, zu
          denen er gelegentlich Gäste mitbrachte, um sie mit <name>Freud</name> bekanntzumachen. So begleitete ihn im Mai 1924 sein langjähriger Freund
            <name ref="#SZDPER.1192" type="person">Romain Rolland</name> und im Juni 1933
          arrangierte <name>Zweig</name> ein Treffen <name>Freuds</name> mit <name ref="#SZDPER.1504" type="person">H. G. Wells</name>. </p>

        <p> Über die Jahre lässt sich die gegenseitige Wertschätzung auch an persönlichen Geschenken
          und öffentlichen Zeichen ablesen. Den 1925 erschienenen Band <hi style="italic">Der Kampf
            mit dem Dämon: Hölderlin - Kleist - Nietzsche</hi> ließ <name>Zweig</name>
          mit einer gedruckten Widmung für <name>Freud</name>
          versehen. Und schon im Vorjahr hatte <name>Freud</name>
          ihm das <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.autographen#SZDAUT.190">neunseitige
            Manuskript</ref> seines Vortrags <hi style="italic">Der Dichter und das Phantasieren</hi>
          für seine Autographensammlung geschenkt. <name>Zweigs</name> Versuch, seinen Verleger
            <name ref="#SZDPER.730" type="person">Anton Kippenberg</name> davon zu überzeugen,
          einige kürzere Beiträge <name>Freuds</name> in einen Band
          der <hi style="italic">Insel-Bücherei</hi> aufzunehmen, war dagegen nicht erfolgreich.
          Möglicherweise hatte <name>Zweig</name> mit diesem 1925 gemachten Vorschlag auf den 70.
          Geburtstag <name>Freuds</name> im kommenden Jahr
          abgezielt, für den er schließlich den Beitrag <hi style="italic">Der Vater der
            Psychoanalyse: Prof. Freud zu seinem 70.
            Geburtstag</hi> verfasste, der in den<ref target="https://api.digitale-sammlungen.de/iiif/presentation/v2/bsb00133662/canvas/103/view">
            <hi style="italic">Münchener Neuesten Nachrichten</hi>
          </ref> und in der <ref target="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&amp;datum=19260506&amp;seite=1&amp;zoom=33">
            <hi style="italic">Neuen Freien Presse</hi>
          </ref> in Wien gedruckt wurde. </p>
        <p> Als der Psychoanalytiker <name ref="#SZDPER.2079" type="person">Heinrich Meng</name>
          sich im Herbst 1927 mit einem Manifest an <name>Zweig</name> wandte, um <name>Freud</name> für den Nobelpreis vorzuschlagen, legte
            <name>Zweig</name> ihm eine umfangreiche Liste von weiteren möglichen Unterstützern vor.
          Er betonte dabei, dass die Preisvergabe in der wissenschaftlichen Kategorie, also auf dem
          Gebiet der Medizin und nicht für die literarische Arbeit anzustreben sei. Doch trotz
          zahlreicher prominenter Befürworter erhielt <name>Freud</name> den Nobelpreis weder in diesem noch in einem der folgenden Jahre. </p>

        <p> Zu Irritationen in ihrem Verhältnis kam es, als <name>Freud</name> Ende 1929 bei einem Spaziergang in Wien zufällig ein Werbeplakat für einen
          Vortrag von <name ref="#SZDPER.2078" type="person">Charles Maylan</name> entdeckte, auf
          dem mit einem Zitat <name>Zweigs</name> geworben wurde. <name>Maylan</name> war der Verfasser des Buches <hi style="italic">Freuds
            tragischer Komplex. Eine Analyse der Psychoanalyse</hi>, in dem er sich deutlich gegen
            <name>Freud</name> und dessen Methoden aussprach – <name>Freud</name> selbst schrieb in einem Brief an
            <name>Zweig</name>, <name>Maylan</name> sei ein
          “bösartiger Narr” und ein “arischer Fanatiker” und fragte an, wie er <name>Zweigs</name>
          offensichtliche Unterstützung <name>Maylans</name> zu
          verstehen habe. In seinem <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.996/sdef:IIIF/getMirador">Antwortschreiben</ref> gelang es
            <name>Zweig</name> nur mühsam, sich zu entschuldigen: Er räumte ein, dass er das Buch
          von <name>Maylan</name> erhalten, nur oberflächlich
          durchgesehen und sich in einem Brief bedankt habe, aus dem nun ohne sein Wissen zitiert
          worden sei. </p>
        <p> Etwa zu dieser Zeit hatte <name>Zweig</name> mit der Arbeit an seinem Buch <hi style="italic">Die Heilung durch den Geist</hi> begonnen, das einen
          umfangreichen Essay über <name>Freud</name>
          enthalten sollte. Trotz ihrer inzwischen über 20 Jahre andauernden Bekanntschaft war <name>Freud</name> über diese Ankündigung wenig erfreut. Als
          er bald darauf <name ref="#SZDPER.1554" type="person">Arnold Zweig</name> in einem Brief
          versehentlich als “Doktor” betitelte und damit seine übliche Anrede für <name>Stefan
            Zweig</name> nutzte, führte er diese „Fehlleistung“ auf seine Unzufriedenheit über
            <name>Stefan Zweigs</name> angekündigten Text (und wohl auch auf seinen Ärger über das
          Werbeplakat für <name>Maylan</name>) zurück. </p>

        <p> Die Ausarbeitung des Essay beschäftigte <name>Zweig</name> außergewöhnlich
          lange und intensiv, zumal er sich mit Personen aus <name>Freuds</name> Umfeld austauschte, um jeden inhaltlichen Fehler zu vermeiden. Ein <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke#SZDMSK.301">frühes Fragment</ref>
          des 1931 erschienenen Textes hat sich im Nachlass seiner Salzburger Sekretärin <name ref="#SZDPER.1575" type="person">Anna Meingast</name> erhalten. </p>
        <p> Als <name>Zweig</name> im Mai 1936 mit einem Artikel im <hi rend="italic">Pester Lloyd</hi> zu <name>Freuds</name> 80. Geburtstag
          gratulierte, hatte er Österreich bereits verlassen und wohnte dauerhaft in London. Nach
          dem “Anschluss” Österreichs im März 1938 befand sich <name>Freud</name> dort in größter Gefahr vor dem Terror der Nationalsozialisten. Bis Anfang
          Juni gelang es Freunden und Unterstützern, seine Ausreise nach Großbritannien zu
          organisieren, wo er sich mit seiner Frau <name>Martha</name> und seiner Tochter <name>Anna</name>
          ebenfalls in London niederließ. Trotz seines Alters und seiner fortgeschrittenen
          Krebserkrankung empfing er <name>Zweig</name> regelmäßig in seinem Haus. In diesen
          Zeitraum fällt jener Besuch, bei dem <name>Zweig</name> den jungen <name ref="#SZDPER.276" type="person">Salvador Dalí</name> mitbrachte, der bei dieser Gelegenheit eine <ref target="https://www.freud.org.uk/collections/objects/6388/">Porträtzeichnung von
              Freud</ref> anfertigte. </p>

        <p> Wenige Wochen nach Beginn des Zweiten Weltkriegs schrieb <name>Zweig</name> am 14.
          September 1939 an <name>Freud</name>: „Wir müssen jetzt
          fest bleiben – es wäre sinnlos zu sterben, ohne vorher die Höllenfahrt der Verbrecher
          gesehen zu haben.“ Es sollte sein <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.990/sdef:IIIF/getMirador">letztes
          Schreiben</ref> an <name>Freud</name> sein, auf das er keine
          Antwort mehr erhielt. Zehn Tage später, am Morgen des 24. September 1939, hörte
            <name>Zweig</name> im Radio, dass <name>Sigmund
            Freud</name> in der vergangenen Nacht verstorben war. Am 26. September 1939 hielt er im
          Golders Green Crematorium in London eine <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.lebenskalender#SZDBIO.87">Gedenkrede</ref>, in der er seine persönliche Verbundenheit mit dem Verstorbenen noch
          einmal hervorhob: „Wer ihn erlebt in diesen seinen letzten Jahren, war getröstet in einer
          Stunde vertrauten Gesprächs über den Widersinn und Wahnsinn unserer Welt, und oft habe ich
          mir in solchen Stunden gewünscht, sie seien auch jungen, werdenden Menschen mitgegönnt,
          damit sie in einer Zeit, wenn wir für die seelische Größe dieses Mannes nicht mehr werden
          zeugen können, noch stolz sagen könnten –: ich habe einen wahrhaft Weisen gesehen, ich
          habe Sigmund Freud gekannt.“ </p>
        <p> Erst am Morgen hatte sich <name>Zweig</name>, wie in seinem <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.lebensdokumente#SZDLEB.18">Tagebuch</ref>
          nachzulesen ist, Notizen für seine Ansprache gemacht. Es handelt sich dabei vermutlich um
          jene Blätter mit der Überschrift <hi style="italic">Worte am Sarge Siegmund[!] Freuds</hi>, die sich in seinem Nachlass
          in <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke#SZDMSK.51">Salzburg</ref> und <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke#SZDMSK.201">Fredonia</ref> erhalten
          haben. </p>
        <p>
          <ref target="https://stefanzweig.digital/context:szd.facsimiles.korrespondenzen#SigmundFreud" type="right-button-link">DIREKT ZU DEN BRIEFEN</ref>
        </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <p>
          <ref target="https://stefanzweig.digital/context:szd.facsimiles.korrespondenzen#SigmundFreud" type="right-button-link">DIRECT LINK TO THE LETTERS</ref>
        </p>

        <p> Thanks to generous support provided by private sponsors and the International Salzburg Association, the Literature Archive Salzburg was able to purchase
          47 letters and postcards from <name>Stefan Zweig</name> to <name ref="#SZDPER.431" type="person">Sigmund Freud</name> and one letter from 
          <name>Zweig</name> to <name ref="#SZDPER.2075" type="person">Anna Freud</name>
          at Christie’s auction house in London in November 2023. This is another important new acquisition
          that boasts numerous links to documents already stored in the archive.
          Written between 1920 and 1939, the letters give evidence of the long period of acquaintance between 
          <name>Zweig</name> and <name>Freud</name>, dating back to 1908: in that year,
          <name>Zweig</name> had introduced himself to <name>Freud</name> by sending him one of his books, and 
          <name>Freud</name> had responded, thanking for the gift. 
          When <name>Zweig</name> gave up his home in Salzburg, he presented all of <name>Freud’s</name>
          <ref target="https://www.nli.org.il/en/archives/NNL_ARCHIVE_AL990034264240205171/NLI#$FL81825895">letters written to himself up to 1932</ref> to the predecessor institution of what is today the National Library of Israel. 
          <name>Zweig’s</name> letters to <name>Freud</name> , on the other hand – the set now acquired by the Literature Archive – were 
          previously sold in June 1989, also at Christie’s in London.
          <name>Freud’s</name> post-1932 letters, in turn, were offered as several lots at Sotheby’s in London in May 2015;
          today, they are probably dispersed among various owners.  <ref target="http://hdl.loc.gov/loc.mss/ms004017.mss39990.01281">Copies</ref> of  <name>Freud’s</name> letters and original letters by 
          <name>Zweig</name> to Freud’s wife <name ref="#SZDPER.2077" type="person">Martha</name> and daughter <name>Anna</name> survive at the Library of Congress in Washington, D.C.</p>

        <p>
          Twenty-five years <name>Zweig’s</name> senior, 
          <name>Sigmund Freud</name> was one of a number of well-established personages 
          who exerted great influence over <name>Stefan Zweig’s</name> career as a writer (other notable instances include
          <name ref="#SZDPER.1273" type="person">Arthur Schnitzler</name>, <name ref="#SZDPER.723" type="person">Ellen Key</name> and <name ref="#SZDPER.1462" type="person">Émile Verhaeren</name>). In later years, 
          <name>Zweig</name> would frequently refer to <name>Freud’s</name>
          work in discussing his own literary productions. He had not, however, studied 
          <name>Freud’s</name>scientific methodology or the details of psychoanalysis in any depth: rather, 
          <name>Freud’s</name> significance for <name>Zweig</name> lay in his willingness to identify psychological
          conflicts and problems at all and to address them outside specialist circles. </p>

        <p>Having thus established contact, <name>Zweig</name> regularly supplied 
          <name>Freud</name> with his latest publications; a number of such volumes with authorial inscriptions have survived in 
          <name>Freud’s</name> estate. While <name>Zweig</name>
          made several public statements about <name>Freud</name> in later years, <name>Freud</name> was more reticent in this respect. 
          However, the very first year of <name>Freud’s</name> journal <hi style="italic">Imago</hi>, founded in 1912, ran an <ref target="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/imago1912/0217/image,info">enthusiastic review</ref>, by the psychoanalyst <name ref="#SZDPER.1150" type="person">Theodor
              Reik</name>, of <name>Zweig’s</name> volume of short stories, <hi style="italic">Erstes Erlebnis</hi> (First Experience). </p>

        <p>Even after <name>Zweig</name> had relocated to Salzburg following the First World War,
          he kept in touch with <name>Freud</name> in Vienna. 
          He continued to send him his most recent works and received letters of reply which show how deeply 
          <name>Freud</name> engaged with each and every one of them. 
          In October 1920, for example, <name>Freud</name> wrote to thank <name>Zweig</name>for his volume on <hi style="italic">Three Masters</hi>, specifically praising the essays on <name ref="#SZDPER.59" type="person">Honoré de Balzac</name>
          and <name ref="#SZDPER.301" type="person">Charles Dickens</name>
          while disagreeing with <name>Zweig’s</name> interpretation of <name ref="#SZDPER.313" type="person">Fyodor Dostoevsky</name>. </p>

        <p>Beyond the correspondence, <name>Zweig</name> also paid several visits to 
          <name>Freud’s</name> quarters in Vienna’s Berggasse. On occasion, he would bring along guests whom he would introduce to 
          <name>Freud</name>: in May 1924 he was accompanied by his old friend 
          <name ref="#SZDPER.1192" type="person">Romain Rolland</name>, while in June 1933 
          <name>Zweig</name> arranged a meeting between <name>Freud</name> and <name ref="#SZDPER.1504" type="person">H. G. Wells</name>. </p>

        <p> Throughout the years, the mutual appreciation of both men is apparent in personal gifts as well as in more public signals.
          <name>Zweig’s</name> 1925 book <hi style="italic">Der Kampf
            mit dem Dämon: Hölderlin - Kleist - Nietzsche</hi> (Battling the Demon: Hölderlin – Kleist – Nietzsche)
          was dedicated to <name>Freud</name>; a year earlier, <name>Freud</name> had presented <name>Zweig</name> with the 
          <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.autographen#SZDAUT.190">nine-page manuscript</ref>
          of his speech <hi style="italic">Der Dichter und das Phantasieren</hi> (Creative Writers and Day-Dreaming), 
          to add to the writer’s manuscript collection. Further, <name>Zweig</name> unsuccessfully attempted to 
          persuade his publisher <name ref="#SZDPER.730" type="person">Anton Kippenberg</name> to include a few of 
          <name>Freud’s</name> shorter texts within a volume of the <hi style="italic">Insel-Bücherei</hi> series.
          This proposal, made in 1925, was possibly suggested by <name>Freud’s</name> 70th birthday, to be celebrated the following year. 
          Ultimately, <name>Zweig</name> would compose a tribute for the occasion, <hi style="italic">Der Vater der
            Psychoanalyse: Prof. Freud zu seinem 70. Geburtstag</hi> (The Father of Psychoanalysis: For Professor Freud on his 70th Birthday),
          published in the <ref target="https://api.digitale-sammlungen.de/iiif/presentation/v2/bsb00133662/canvas/103/view">
            <hi style="italic">Münchener Neuesten Nachrichten</hi>
          </ref> and in Vienna’s <ref target="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&amp;datum=19260506&amp;seite=1&amp;zoom=33">
            <hi style="italic">Neue Freien Presse</hi>
          </ref>. </p>
        <p> When the psychoanalyst <name ref="#SZDPER.2079" type="person">Heinrich Meng</name>
          approached <name>Zweig</name> in the autumn of 1927, proposing <name>Freud</name>for the Nobel Prize,
          <name>Zweig</name> was quick to produce a lengthy list of further potential sponsors. 
          He insisted that the prize be sought in appreciation of <name>Freud’s</name> scientific achievements, in the field of medicine, and not for the literary merits of his work.
          Indeed, despite a large number of prominent backers, <name>Freud</name> was not awarded the Nobel Prize in that or any other year. </p>

        <p>The relationship hit a bump when <name>Freud</name>, strolling through Vienna in late 1929, happened to spot a placard advertising
          a lecture by <name ref="#SZDPER.2078" type="person">Charles Maylan</name>, bearing a promotional quote by <name>Zweig</name>.
          <name>Maylan</name> was the author of a book entitled <hi style="italic">Freuds
            tragischer Komplex. Eine Analyse der Psychoanalyse</hi> (Freud’s Tragic Complex: An Analysis of Psychoanalysis), 
          in which he had spoken out decisively against <name>Freud</name>and his methods. <name>Freud</name> himself, in a letter to 
          <name>Zweig</name>, called <name>Maylan</name> sa “malicious fool” and an “Aryan fanatic”, asking what he was to make of <name>Zweig’s</name>
          apparent endorsement for <name>Maylan</name>. In his <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.122/sdef:IIIF/getMirador">reply</ref>,
          <name>Zweig</name> struggled to apologize: he admitted to having received the book from 
          <name>Maylan</name> egiving it a perfunctory glance and writing a letter of thanks, which now had been quoted from without his permission. </p>
        <p> This is about the time when <name>Zweig</name> began work on his book <hi style="italic">Die Heilung durch den Geist</hi> (Mental Healers), which was to contain a lengthy essay on <name>Freud</name>.
          This announcement did little to please the great psychologist, in spite of their acquaintance of more than twenty years.
          Not much later, when writing to <name ref="#SZDPER.1554" type="person">Arnold Zweig</name>, <name>Freud</name> erroneously addressed 
          him as “Doctor” (his usual form of address when writing to <name>Stefan Zweig</name>) – an instance of parapraxis which he attributed
          to his irritation over <name>Stefan Zweig’s</name> writing project (and probably also the <name>Maylan</name>incident). </p>

        <p> In composing his essay, <name>Zweig</name> invested an unusual amount of time and effort, 
          consulting with people close to <name>Freud</name> so as to avoid even the slightest factual error. 
          An <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke#SZDMSK.301">early fragment</ref> of the text, published in 1931, has survived in the estate of his Salzburg secretary, <name ref="#SZDPER.1575" type="person">Anna Meingast</name>. </p>
        <p>When <name>Zweig</name> published an article in the <hi rend="italic">Pester Lloyd</hi> congratulating <name>Freud</name> on his 80th birthday in May 1936, 
          he had already turned his back on Austria and had settled in London. 
          After the “Anschluss”, the annexation of Austria into Germany in March 1938, <name>Freud</name> lived in the utmost danger from National Socialist terror.
          By early June, friends and supporters had succeeded in engineering his escape to Great Britain, where he likewise settled in London with his wife
          <name>Martha</name> and daughter <name>Anna</name>. In spite of his age and the advanced stage of his cancer,
          he regularly entertained <name>Zweig</name> at his home. It was during this period that <name>Zweig</name>
          brought along the young <name ref="#SZDPER.276" type="person">Salvador Dalí</name>, who drew a <ref target="https://www.freud.org.uk/collections/objects/6388/">portrait sketch of Freud</ref> on that occasion. </p>

        <p> On 14 September 1939, barely two weeks after the outbreak of the Second World War, <name>Zweig</name> wrote to
          <name>Freud</name>: “We must stand firm now – it would be meaningless to die without first having witnessed the criminals’ descent into Hell.”
          This would be his <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.162/sdef:IIIF/getMirador">last letter</ref> to <name>Freud</name>,
          receiving no response. Ten days later, on the morning of 24 September 1939, 
          <name>Zweig</name> heard on the radio that <name>Sigmund
            Freud</name> had passed away the previous night. On 26 September 1939 he delivered a <ref target="stefanzweig.digital/o:szd.lebenskalender#SZDBIO.87">eulogy</ref>at London’s Golders Green Crematorium in which
          he re-emphasised his deep personal connection to the deceased: “Those who witnessed his final years found consolation during
          an hour of intimate conversation with him about the absurdity and madness of our times. During such hours,
          I often wished they could be shared with younger people so that, when we ourselves shall no longer be able
          to bear witness to the spiritual greatness of this man, they would be able to assert proudly:
          I have been in the presence of a truly wise man, I have known Sigmund Freud.” </p>
        <p>As his <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.lebensdokumente#SZDLEB.18">diary</ref> reveals, <name>Zweig</name>
          began making notes for his speech only that very morning. These are probably the sheets captioned 
          <hi style="italic">Worte am Sarge Siegmund[!] Freuds</hi>, preserved among his posthumous papers in 
          <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke#SZDMSK.51">Salzburg</ref> and <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke#SZDMSK.201">Fredonia</ref>. </p>
        <p>
          <ref target="https://stefanzweig.digital/context:szd.facsimiles.korrespondenzen#SigmundFreud" type="right-button-link">DIRECT LINK TO THE LETTERS</ref>
        </p>
      </div>
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