<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:functx="http://www.functx.com" xmlns:gn="http://www.geonames.org/ontology#" xmlns:szd="https://gams.uni-graz.at/o:szd.ontology#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:wiki="https://www.wikidata.org/wiki/Property:" xmlns:gnd="http://d-nb.info/standards/elementset/gnd#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:szdg="https://gams.uni-graz.at/o:szd.glossar#" xmlns:wgs84_pos="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"><szd:Collection rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:szd.thema.7"><szd:title>Stefan Zweigs Briefe an Frans Masereel</szd:title><gams:textualContent>Stefan Zweigs Briefe an Frans Masereel       L'Idée. Sa naissance – sa vie – sa mort, Paris: Ollendorff, 1920.     „Lass uns bleiben, was wir sind, und immer noch stärker und aufrechter werden.“ STEFAN ZWEIGS BRIEFE AN FRANS MASEREEL von Julia Rebecca Glunk      Im Frühjahr 2016 konnte das Literaturarchiv Salzburg 19 Postkarten und 44 Briefe von Stefan Zweig an den belgisch-flämischen Holzschneider und Maler Frans Masereel (1889-1972) ankaufen, die sich seit ihrem Verkauf auf einer Auktion in Paris im Jahr 1986 in Privatbesitz befunden hatten. Mit ihrem Ankauf konnte das LAS seine Sammlung um ein Hauptstück von Zweigs Briefwechsel mit einem seiner nächsten Freunde erweitern. Seit September 2024 sind sie auf Stefan Zweig digital frei zugänglich. Unsere langjährige Projektmitarbeiterin Julia Glunk hat die insgesamt 230 erhaltene Briefstücke umfassende Korrespondenz Zweig/Masereel im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erstmals zusammengeführt, aus dem Französischen ins Deutsche übertragen, mithilfe weiterer relevanter, unveröffentlichter Quellen kontextualisiert und historisch-kritisch ediert. Im Folgenden präsentiert sie die bislang auf Stefan Zweig digital verfügbaren Digitalisate aus dem Briefwechsel im Kontext der Geschichte der Freundschaft.   Sämtliche hier zitierte Abbildungen entstammen, falls nicht anders vermerkt, dem digitalen Archiv der Frans Masereel-Stiftung (Saarbrücken), die zusammen mit der Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Zürich) die Weltrechte am Werk Frans Masereels hält, und werden hier mit deren freundlicher Genehmigung reproduziert. Für die Erlaubnis, die beiden Porträtfotografien von Zweig und Masereel aus dem Jahr 1940 zu reproduzieren, danke ich herzlich den Erben von Suse von Winternitz , für die Reproduktion des Masereel-Aquarells aus Zweigs Besitz ebenso herzlich Oliver Matuschek.  „Ginge alles zugrunde", so lautet einer der meistzitierten Sätze Stefan Zweigs über seinen Freund, den Künstler Frans Masereel , „und blieben nur die Holzschnitte erhalten, die er in zehn Jahren geschaffen hat, so könnte man aus ihnen allein unsere ganze gegenwärtige Welt rekonstruieren [...]." Der Aufsatz , in dem er Masereel ein derartiges Denkmal setzt – als einem Chronisten der modernen Zeit, als Erneuerer der mittelalterlichen Holzschneidekunst sowie als Mensch von seltener Aufrichtigkeit, Güte und Stärke – erscheint 1923, inmitten der deutschen Hyperinflation, als Teil einer allerersten, allerdings kaum bezahlbaren bebilderten Masereel-Monographie im Berliner Verlag des Dänen Axel Juncker . Ein Jahr später, 1924, bringt Masereels deutscher Verleger Kurt Wolff , der große Konkurrent von Zweigs Stammverlag, dem Insel-Verlag von Anton Kippenberg , dessen Holzschnittfolgen in günstigen, auflagenstarken ,Volksausgaben' in den Handel und besiegelt so etwas, das Zweig versucht und vorhergesehen hat, seit er Masereel sieben Jahre zuvor kennengelernt hatte: den Siegeszug seiner neuen Kunstform, der ersten Graphic Novels der Kunstgeschichte , durch die junge Weimarer Republik. „[F]ür Dich hätte Deutschland ein viel weiteres Feld als Frankreich" , prophezeite er schon im Juli 1920 in einem seiner wenigen in deutscher Sprache diktierten Briefe an Masereel, „und ich glaube, Deine künstlerische Stellung würde hier viel besser und früher anerkannt werden." Dass dabei Masereels Holzschnittfolge L'Idée. Sa naissance – sa vie – sa mort (1920) , die Lebensgeschichte einer personifizierten revolutionären Idee, die in der modernen Welt Verbreitung, Verfälschung und Verfolgung erfährt, sich letztlich jedoch als unsterblich erweist, deutet auch auf den Kern der fast 25jährigen engen Freundschaft, die ihre bislang nur teilweise  Von den im Literaturarchiv Salzburg aufbewahrten und hier als Digitalisat veröffentlichten Briefen Zweigs an Masereel sind folgende zwölf bereits zur Gänze veröffentlicht: Brief vom 10. Juli 1920 (Briefe an Freunde 1978, S. 121-122), 9. November 1920 (Briefe an Freunde 1978, S. 125-126), 2. Juli 1921 (Briefe an Freunde 1978, S. 133-135), 8. November 1926 (Briefe an Freunde 1978, S. 172-173), 29. Juni 1928 (Briefe an Freunde 1978, S. 196), 23. März 1931 (Briefe an Freunde 1978, S. 212), 13. Juni 1931 (Briefe an Freunde 1978, S. 214-216), 18. Juni 1931 (Zweig Briefe III 2000, S. 293-294), 18. Januar 1933 (Briefe an Freunde 1978, S. 224-225), 15. April 1933 (Briefe an Freunde 1978, S. 226-228), 23. November 1940 (Briefe an Freunde 1978, S. 321-322), 1. August 1941 (Briefe an Freunde 1978, S. 326).  veröffentlichten Briefe dokumentieren: den tiefen gemeinsamen Glauben an die letztendliche Erhabenheit des Geistigen über das Ungeistige und an die Kraft der Idee, des Ideals, so sehr sich seine Jünger auch in der Minderheit befinden mögen.     Kennenlernen in der Schweiz (1917)   Frans Masereel ist Belgier, aufgewachsen im flämischen Gent in einer gut situierten Familie aus der französisch sprechenden Bourgeoisie, als Sohn der musikalisch begabten Louise Lava , verwitwete Masereel, und Stiefsohn des Gynäkologen und Progressiven Louis Lava . Als 1914 die deutsche Armee im Land einfällt und der im sogenannten ,Schlieffen-Plan' vorgesehene Durchmarsch durch das neutrale Land nach Frankreich zur brutalen Invasion und Besetzung eskaliert, lebt der gerade 25-jährige Masereel schon seit vier Jahren nicht mehr in seinem Geburtsland, sondern hat seit 1911 versucht, sich in Paris ein Leben als unabhängiger Künstler aufzubauen. Da er sich insbesondere für die Möglichkeiten satirischer Tendenz- und Pressezeichnung interessiert und sich zudem für moderne Literatur, insbesondere der flämischen Naturalisten und Symbolisten, begeistert, hätten er und Zweig sich durchaus auch schon vor dem Krieg in der französischen Hauptstadt kennenlernen können; umso mehr, da einer der ersten Bekannten Masereels in Paris der französische Germanist Henri Guilbeaux ist, der ihn 1913, im selben Jahr, in dem er während dessen Paris-Aufenthalts im Frühjahr auch mehrere Male Zweig trifft, bereits bei Zweigs Freunden Émile Verhaeren und Léon Bazalgette eingeführt hat. Als Zweig schließlich im November 1917, im vierten Jahre des Krieges, per Beurlaubung vom passiven Militärdienst in die Schweiz kommt, wo der von ihm verehrte französische Literaturnobelpreisträger Romain Rolland drei Jahre zuvor den Impuls zur Bildung einer ganzen französischsprachigen Kolonie pazifistischer Literaten gegeben hat, ist der Zeichner Masereel bereits fester Bestandteil dieser Gruppe.  Masereel lebt in Genf zunächst recht prekär, hält sich neben seiner Tätigkeit als Zeichner für die pazifistische Zeitschrift  demain  von Guilbeaux, die illustrierte Beilage  La Feuille  zur Genfer Zeitung La Nation sowie zur von ihm selbst mit dem französischen Refraktär Jean Salives gegründeten Zeitschrift  Les Tablettes  mit diversen Nebenbeschäftigungen über Wasser und bewohnt mit seiner Frau, der Französin Pauline Imhoff , und deren 15-jähriger Tochter aus erster Ehe Paule Thomas einen kleinen Dachboden zur Untermiete. Diese Umstände mögen begründen, dass aus dem ersten Jahr ihrer Bekanntschaft keine Briefe von Zweig an Masereel erhalten geblieben sind. Masereels Gegenbriefe jedoch, die sich in einem Umfang von insgesamt 147 Briefstücken in Zweigs Nachlass erhalten haben, sowie Zweigs Tagebucheinträge aus den Tagen ihrer ersten Begegnungen dokumentieren deren Umstände gut:     Am 29. November 1917: „Masereel: ein schwerer, bärtiger sanfter Mensch mit ernstem schönem Blick durch die Brille. [...] Ich mag ihn vom ersten Blick." (vgl. Zweig Tagebücher 1984, 281-282)       Am 30. November 1917: „ein echter Kameradennachmittag mit Masereel [...]. Wie gerecht diese Menschen sind. Wie groß! Wie brüderlich." (vgl. Zweig Tagebücher 1984, 283)       Und am 2. Dezember 1917: „Masereel der mir sehr gefällt, immer besser eigentlich von Stunde zu Stunde." (vgl. Zweig Tagebücher 1984, 283) Hier zum Digitalisat     Einen auffällig langen Tagebucheintrag widmet Zweig am 2. Dezember seinem ersten Besuch bei Masereel. Hier lernt er ihn, nachdem bereits eine große persönliche Sympathie zwischen ihnen besteht, nun erstmals auch als den Künstler und Beobachter kennen, als den er ihn dauerhaft schätzen wird: „Die Serie ,Les Villes'", schreibt er, „hundertfünfzig Schwarzweiß-Zeichnungen gehören zum Großartigsten, das ich jemals sah. Die ganze Stadt, aber wirklich die ganze mit ihrer ungeheuren Dynamik, ihrer Geschwindigkeit, ihrer gemeinen Geste in tausend Formen." Gleich am Tag darauf weist er seinen Verleger Anton Kippenberg in Leipzig auf Masereel als potenziellen Buchillustrator hin, woraus sich in den Folgemonaten Verhandlungen über zwei konkrete Aufträge und später auch ein persönlicher Briefwechsel zwischen Kippenberg und Masereel ergeben. Eine Woche später bringt Zweig Masereel bei dessen Gegenbesuch in Zürich mit dortigen Galeristen und Verlegern in Kontakt: Zwei Broschürendrucke, die Zweig 1918 im Max Rascher Verlag veröffentlicht – seine Übersetzung eines Aufsatzes von Rolland und ein eigenes Feuilleton über die Genfer Zentrale des IRK – erscheinen beide mit Tuschzeichnungen von Masereel. Und im September 1918 tritt er mit dem Kunsthistoriker Arthur Rössler in Wien bezüglich einer Publikation der von Masereel illustrierten Novelle  Der Zwang  in Rösslers neu gegründetem Avalun-Verlag in Verhandlungen ein. Sie erscheint schließlich 1920 als bibliophile Ausgabe im Insel-Verlag .     Das Herz Europas / Den hingeschlachteten Völkern, Zürich: Max Rascher Verlag, 1918    Das Ende des Ersten Weltkriegs und die dramatischen Ereignisse in der Schweiz, wo der Bundesrat in Befürchtung einer bolschewistischen Revolution die Armee gegen die streikende Bevölkerung mobilisiert, erleben Zweig und Masereel, der zum selben Zeitpunkt bei Zweig in Rüschlikon bei Zürich zu Besuch ist, gemeinsam. Die internationalen Nachrichten liest Zweig, insbesondere mit Blick auf den Zerfall Österreich-Ungarns und den allseitigen politischen Umbruch, mit Angst: „Ein Trost in diesen Tagen Masereel, der Klare, Reine, Gütige", schreibt er am 4. November 1918, einen Tag nach Schluss des Waffenstillstands von Villa Giusti, in sein Tagebuch : „Ich weiß, daß ich nur ganz wenige Menschen habe, die ich so sehr liebe wie ihn." Ähnliche Gefühle sprechen aus seiner ersten erhaltenen Postkarte an Masereel vom 26. November 1918, zehn Tage nach dessen Rückreise nach Genf: „Cher ami" , heißt es dort, „la maison paraît delaissé sans toi" , und wie unendlich hindernisreich und ungewiss ihm nun seine Rückkehr nach Österreich erscheine, und wie verrückt, wie verwirrend die Zeit, in der ,Revolutionäre Minister werden und Minister Revolutionäre'.     „Romane ohne Worte"   Die Geschichte eines Revolutionärs ist auch  25 Images de la Passion d'un Homme  , die erste von Masereels Holzschnittserien, die eine eigenständige Erzählung ganz ohne Begleittext bilden. Zweig lernt sie Anfang Oktober bei einem Besuch in Genf kennen und ist voller Enthusiasmus. Seine Besprechung des Büchleins, das Masereel im Selbstverlag in einer Auflage von nur fünfzig Exemplaren herausgebracht hat, erscheint am 4. Dezember 1918 in der Basler National-Zeitung und ist nicht nur der erste von später insgesamt fünf Aufsätzen Zweigs über Masereel (unvollständig verzeichnet auf dem entsprechenden Registerblatt der zeitgenössischen Aufsatzablage ). Zweig nimmt hier auch, unter dem Titel  Ein Roman ohne Worte  , die spätere Genrebezeichnung ,Graphic Novel' bereits gewissermaßen vorweg: „Aber er ist überhaupt nicht geschrieben, dieser Roman. Nicht Worte sind sein Mittel. In Holz geschnitten sind die fünfundzwanzig Episoden eines anonymen Menschenlebens von dem jungen Belgier Frans Masereel, in dem wir einen der stärksten Künstler unserer Epoche aus manchem Werk längst lieben und der hier sein Bestes gegeben."  Ermutigt sowohl von Zweig, in dessen Aufsatz er sich in seinem künstlerischen Ansatz zum ersten Mal ganz wiedererkannt fühlt, als auch von Romain Rolland, dem gemeinsamen Freund und Idol, geht Masereel in seinem nächsten Buch noch viel weiter:  Mon Livre d'Heures  („Mein Stundenbuch") ist eine autobiographisch beeinflusste Erzählung in 169 kleinformatigen Holzschnitten, die zwischen anekdotischen Episoden in fast filmischer Echtzeit und panoramahaften Stimmungsbildern changiert und so der Erfahrung eines ,Leseerlebnisses' noch ungleich näher kommt. Erneut kann Masereel nur knapp 200 Exemplare im Selbstverlag drucken – diese allerdings finden ihren Weg nicht nur nach Salzburg zu Stefan Zweig, wo dieser soeben seinen neuen Wohnsitz bezogen hat und auf das Buch mit überschwänglicher Begeisterung reagiert. Auch Rainer Maria Rilke , dessen eigenes Stundenbuch 1905 im Insel-Verlag erschienen ist, weist Anton Kippenberg mit Nachdruck auf das Potenzial einer deutschen Ausgabe des Masereel-Stundenbuches hin. Schneller ist allerdings Hans Mardersteig , der als Mitarbeiter von Kurt Wolff dem Verleger schon kurz nach Erscheinen der kleinen Privatausgabe die Rechte an einer deutschen, kommerziellen gesichert hat und den Weg dafür ebnet, dass alle vier ,Bilderromane', die Masereel 1919 und 1920 in Genf herausbringt, in den Jahren 1920-1924 exklusiv im Kurt Wolff Verlag in München erscheinen. Zweigs eigene wiederholte Versuche, Masereel in eine langfristige Arbeitsbeziehung mit dem Insel-Verlag zu bringen (vgl. seine Briefe von [Anfang November 1919] und [Ende November 1919] ), scheitern letztlich daran, dass Kippenberg in seinem persönlichen Briefwechsel mit dem Künstler kein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, das dem zwischen Masereel und Mardersteig bzw. Masereel und Wolff nahekommt.      Un fait divers , Genf: Selbstverlag, 1920    Zweigs Briefe aus diesen Jahren zeigen bereits deutlich, was zeitlebens so bleiben wird: dass er den Künstler Masereel, der sich nach seinem Umzug nach Paris im Jahr 1922 verstärkt der Malerei zuwenden wird, hier, im Holzschnitt und im innovativen, autonomen Erzählen in Bildern, am Stärksten findet. „ C'est le plus beau que tu as jamais produit, un poème saisissant, plein de force, incomparable dans toute l'art nouvelle ", schreibt er ihm über L'Idée im Dezember 1920. „ Tu est a un point de maîtrise ou je ne sais presque pas, comme tu puisses encore monter plus haut ", im November 1920 über die von Friderike Zweig hingegen nicht sehr geschätzte  Histoire sans paroles  , eine Serie über das hartnäckige, erfolglose Werben eines Mannes um eine Frau und seinen plötzlichen Interessensverlust an ihr, als sie sich ihm zuwendet. Und selbst Un fait divers , eine kleine, in Deutschland nie nachgedruckte Folge aus acht Holzschnitten über die Verführung einer Frau und ihren Selbstmord, stößt im Juli 1920 auf Zweigs große Bewunderung („ irgendwie flämisch in seiner Kühnheit, in seiner dämonischen Freiheit "). Die in Fait divers zentralen Themen des Missbrauchs, der Abtreibung und der gesellschaftlichen Ächtung von Frauen wird Masereel in Groteskfilm , einer Serie von Tuschzeichnungen, die er im selben Jahr im Umfeld eines Berlinaufenthaltes mit Carl und Thea Sternheim beim jungen Verleger Israel Ber Neumann veröffentlicht, noch weiter führen. Diese wird Zweig allerdings, ebenso wie Masereels andere, deutlich von der deutschen Neuen Sachlichkeit und seinem neu gewonnenen Freund George Grosz beeinflusste Arbeiten, in sein idealisiertes Bild des Künstlers Masereel als einem Barden der Moderne in der Tradition Walt Whitmans und Émile Verhaerens nie integrieren.     Pariser Jahre   Mit Masereels Umzug nach Paris im Frühjahr 1922 – kurz nach seinem ersten und einzigen Besuch bei Zweig in Salzburg – beginnt für die Freundschaft eine neue Phase regelmäßigerer persönlicher Treffen. Insbesondere wichtig erscheint dabei das Jahr 1924, in dem Zweig dreimal für jeweils längere Aufenthalte nach Paris kommt und mit dem Übersetzer Alzir Hella eine wichtige Arbeitsbeziehung anknüpft: Zwischen 1927 und 1929 wird dieser sieben seiner Bücher übersetzen und in den größten französischen Verlagshäusern platzieren; danach, bis 1939, erscheint jede von Zweigs Neuveröffentlichungen simultan in Hellas französischer Übersetzung. Das Porträt in Öl, das Masereel im Januar 1924 in Paris von Zweig malt – „ Lieber Frans, merci de tout coeur, je me sens reconnu " –, zeigt den Schriftsteller folglich an einem entscheidenden Punkt kurz vor der für seine Zeit beispiellosen, bahnbrechenden Internationalisierung seines literarischen Erfolgs.     Porträt Zweigs (Öl auf Leinwand, 1924) und Montmartre. Hôtel et Escaliers (Aquarell, 1926) mit Widmung an Stefan Zweig.    Dieselbe Begeisterung über die Metropole Paris im Modernisierungsschub, mit der Zweig im Januar 1924 seiner Frau Friderike vom strahlend schönen, ,welthaften' Paris vorschwärmt, findet sich auch in den farbigen Stadtaquarellen , die Masereel in dieser Periode schafft. Dass ihnen beiden jedoch auch eine große Ambivalenz dem gegenüber gemeinsam ist, offenbaren mehrere Briefe aus derselben Periode, in denen Zweig Masereel gesteht, die ,Vergnügungsmaschine Paris' dieses Mal sogar gerne wieder verlassen zu haben und seit einiger Zeit ein neues Bedürfnis in sich zu entdecken: „ de devenir eremite, de m'enfoncer dans la foret du travail. " Dabei sei Masereel, so schreibt er im Dezember 1924, einer der ganz wenigen, die seinen Wunsch nach Abkehr und Anonymität nachfühlen könnten. Zu den vermehrten einsamen Arbeitsreisen, die Zweig sich in den Folgejahren als Rückzug angewöhnt – nach Boulogne, nach Marseille , nach Dijon, nach Folkestone –, wird er Masereel nicht selten einladen.     „Bleiben, was wir sind"   „ Restons ce que nous sommes et devenons encore plus forts et plus sincères ", hatte Zweig an Masereel geschrieben, bevor er im Frühjahr 1919 nach anderthalbjährigem Aufenthalt die Schweiz verließ, und die Hoffnung angefügt, dass unter all den traurigen Erinnerungen an die schlimme Zeit dort diejenige an die Entstehung ihrer Freundschaft immer klar und rein hervorscheinen möge. In der Tat wird die gemeinsame Schlüsselerfahrung eines auf Kultur und Literatur basierten internationalen Freundeskreises, der sich gemeinsam gegen den Krieg zwischen den Nationen stellt, Masereels und Zweigs Freundschaft über fast 25 Jahre tragen, während sich der ursprüngliche ,Genfer Kreis' von 1917 so gut wie auflöst: Der streitbare Henri Guilbeaux ist, abgeschoben aus der Schweiz, pünktlich zur Gründung der Kommunistischen Internationale nach Moskau gegangen und wird sich 15 Jahre später, zurück in Frankreich, vor allem durch öffentliche Polemiken gegen die meisten alten Freunde hervortun. Pierre Jean Jouve , dessen Buch Romain Rolland vivant: 1914-1919 nach dem Krieg neben Zweigs  Romain Rolland. Der Mann und das Werk  vor allem zur Stilisierung Rollands als Inbegriff intellektueller Unabhängigkeit beiträgt, hat sich zu Anfang der 1920er Jahre über seiner Scheidung von seiner Frau, der Frauenrechtlerin Andrée Charpentier-Jouve , und seinem Verhältnis zur Psychoanalytikerin Blanche Reverchon erst mit Rolland, dann mit Masereel überworfen.  Romain Rolland selbst beginnt mit dem Jahr 1929, unter dem Einfluss seiner neuen russischen Lebensgefährtin Maria Kudaschewa (der späteren Marie Romain Rolland), den Sowjetkommunismus Stalins öffentlich als friedlich-freiheitlichen Gegenpol zu den faschistischen Bewegungen Westeuropas zu idealisieren. Hierauf werden sich zahlreiche der alten ,Rollandisten', wie etwa Marcel Martinet , von ihm abkehren. Dass „wir beinahe die letzten sind, die ganz und unverbrüchig zu seinem engeren Kreise gehören ", schreibt Zweig im Juni 1931 an Masereel. Allerdings ignoriert er dabei, dass sich auch zwischen ihm, Rolland und Masereel bereits Differenzen abzeichnen, die sich im Laufe der 1930er Jahre manifestieren werden. (Die große Feier etwa, die Zweig im Jahr 1935 zu Ehren von Romain Rollands siebzigstem Geburtstag plant , wird schließlich vollkommen von der komintern-nahen Association des artistes et écrivains révolutionnaires und der Kommunistischen Partei Frankreichs gekapert werden.) Dass er 1931 während mehrerer Monate noch ernsthaft den Plan verfolgt, mit Masereel zusammen einen längeren Aufenthalt in der Sowjetunion zu unternehmen und dort gemeinsam einen illustrierten Reisebericht zu erarbeiten (vgl. seine Briefe an Masereel vom 13. Juni 1931 , 1. August 1931 und 22. August 1931 ), erscheint vor diesem Hintergrund insbesondere interessant.     Zensur im Nationalsozialismus   Im Frühjahr 1931 fungiert Zweig zusammen mit Romain Rolland und Heinrich Mann als Jury für ein Preisausschreiben zur Ermittlung des besten Prosatextes zu einer von Masereels Holzschnitt-,Romanen' , das Masereels neuer Verleger Wilhelm Regendanz (Transmare-Verlag) nach der Auflösung des Kurt Wolff Verlags veranstaltet und das der von Zweig geförderte junge Schriftsteller Walter Bauer für sich entscheiden wird. Im Januar 1932 illustriert Masereel auf Zweigs Bitte hin ein Interview, das der Journalist Frédéric Lefèvre mit ihm über die ,Rolle des Intellektuellen in der gegenwärtigen Krise' in der Pariser Zeitschrift Les Nouvelles littéraires veröffentlicht, mit einer Porträt-Tuschzeichnung. Da Masereel durch die Wirtschaftskrise immer weniger Gemälde verkauft, wiegt für ihn besonders schwer, dass sich der Transmare-Verlag innerhalb kurzer Zeit als wenig verlässlicher Partner für Deutschland erweist. Auf Masereels Bitte hin versucht Zweig, seinen eigenen Verleger Anton Kippenberg von einer Übernahme der Rechte am gesamten druckgraphischen Werk Masereels zu überzeugen, was Kippenberg in dieser umfassenden Form allerdings strikt ablehnt. Eventuell denkt Zweig dennoch, ihn später noch umstimmen zu können: An Masereel schreibt er im Januar 1933, wobei er die entsprechende Stelle im diktierten Brief noch handschriftlich redigiert: " Mit Kippenberg habe ich gesprochen, er möchte leidenschaftlich gern (und will sich deshalb mit dem Transmare-Verlag ins Einvernehmen setzen) zur Einführung eine Deiner früheren Sachen, etwa ,Idee' in der Inselbücherei zu 80 Pfennig bringen, und ferner Deine neuen Bücher. " Immerhin: Im April 1933 bringt der Insel-Verlag, während zur selben Zeit bereits Arbeiten von Masereel in der nationalsozialistischen Propaganda-Ausstellung Kulturbolschewistische Bilder gezeigt werden, noch einmal eine Neuauflage der ,Geschichte ohne Worte' heraus, die sogar 1935 wegen ihres durchschlagenden Erfolgs, noch ein zweites Mal mit 5.000 Exemplaren neu aufgelegt wird. Ein Jahr später, 1936, werden die Werke von beiden, Zweig und Masereel, in Deutschland endgültig verboten.      Les Nouvelles littéraires , 9. Januar 1932, Interview mit Stefan Zweig, illustriert von Frans Masereel.    Seinen eigenen Bruch mit dem Insel-Verlag, der in Wahrheit kompliziert und langwierig ist, stellt Zweig Masereel im Oktober 1933 etwas rigoroser dar, als er wirklich ist . Während Zweig sich damit schwer tut, sich oppositionellen Emigrantenkreisen anzuschließen, arbeitet Masereel in Paris sehr früh mit der deutschen politischen Emigration zusammen und engagiert sich unter anderem auch in Initiativen der KPD im Exil. Dass sich hierüber in diesen Jahren keine tiefe Entfremdung ergibt oder eine solche jedenfalls nicht zum Tragen kommt, erklärt sich wohl teils auch damit, dass Masereel sich von Zweig, der mittlerweile in London lebt – und damit näher an Paris denn je –, auch Hilfe dabei erhofft, auf dem englischen Kunstmarkt Fuß fassen zu können. Mit seiner Bereitschaft, ein Vorwort zum Katalog der ersten englischen Masereel-Einzelausstellung zu schreiben („ Natürlich schreibe ich mit grösster Freude die kleine Vorrede "), ebnet er hierfür einen ersten Weg. Gleichzeitig versucht er, zusammen mit Masereels Mäzen Georg Reinhart in Winterthur und Masereels Verleger Wilhelm Regendanz , der nach dem Röhm-Putsch ebenfalls nach London geflohen ist, in der englischen Hauptstadt einen Mikroverlag für die Neuherausgabe von Masereels Holzschnittfolgen aus den 1920er Jahren zu gründen – ein Plan, der allerdings keine Früchte trägt.     Katalog der ersten englischen Masereel-Einzelausstellung, Leicester Galleries, London, 1936.       „Wir haben nicht das Recht, zu schweigen"   Ein Appell, den Masereel kurz vor Kriegsausbruch noch in einer deutschen Emigrantenzeitschrift veröffentlicht, heißt An meine Freunde, die Künstler! und beinhaltet das entschiedene Postulat „Wir haben nicht das Recht, zu schweigen, noch indifferent zu sein gegenüber dem, was rings um uns geschieht". Erstaunlich ähnlich liest sich der Titel der Ansprache, die Zweig bei seinem letzten Aufenthalt in Paris, kurz vor seiner letzten persönlichen Begegnung mit Masereel, für Radio Paris liest:  Pour ceux qui ne peuvent pas parler  : „Für jene, die nicht sprechen können". Mit der kurzen Notiz, in der er Masereel den Zeitpunkt der Radioübertragung mitteilt , schickt er ihm zugleich zwei Eintrittskarten für ihn und seine Frau Pauline für den Vortrag  La Vienne d'hier  , „Das Wien von gestern", den er am Abend des 26. April 1940 im Théâtre Marigny vor 1.600 Zuhörerinnen und Zuhörern hält. Nur vierzehn Tage später startet die deutsche Wehrmacht ihren Blitzkrieg gegen Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Frankreich, und während Stefan Zweig und seine zweite Frau Lotte , frisch verheiratet, im Juni 1940 in England das Schiff nach New York besteigen, fliehen Frans und Pauline Masereel innerhalb einer Massenkolonne von Flüchtlingen und Soldaten im Rückzug zu Fuß aus Paris, 450 Kilometer nach Südfrankreich, in die freie Zone. Über Umwege – „ un détour via New York ", wie er schreibt – erfährt Stefan Zweig im November 1940, fünf Monate später, vom Aufenthaltsort der Masereels in Avignon und bietet seine Hilfe bei der Ausreise aus Europa an.     Frans Masereel und Stefan Zweig, ca. 1940, je fotografiert von Suse von Winternitz .    Über den gemeinsamen Freund Hermann Kesten , der sich, selbst ausgewandert, in den USA für die Ausreise verfolgter Intellektueller aus Europa engagiert, bleibt Stefan Zweig auf dem Laufenden über die Schwierigkeiten, die sich aus Masereels Antrag auf ein Emergency Rescue Visum ergeben . Mithilfe seiner Beziehungen zum Schriftsteller und kolumbianischen Botschafter in Argentinien Germán Arciniegas und der Kontakte des nach Argentinien ausgewanderten Masereel-Sammlers Walter Engel zum belgischen Diplomaten René Louis van Meerbeke gelingt es jedoch, für Masereel ein Visum nach Kolumbien zu beschaffen. Da Zweigs Briefe bei Masereel – und Masereels Briefe bei Zweig – vermutlich mit einer Verspätung von mehreren Monaten eingehen und nach Zweigs Abreise aus England nach Amerika keine Gegenbriefe von Masereel mehr erhalten sind, ist nicht klar, ob Zweig nochmals von seinem Freund gehört hat, als er sich im Februar 1942 das Leben nimmt. Sein letzter Brief an Masereel datiert vom 15. August 1941. Das Visum für Lateinamerika haben Frans und Pauline Masereel nicht in Anspruch genommen.   Die Dissertation Stefan Zweig und Frans Masereel. Geschichte ihrer Freundschaft in Briefen und Dokumenten 1917-1942 wurde im Dezember 2025 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau als Promotionsschrift eingereicht und soll 2026 in der Schriftenreihe Klassische Moderne im Nomos Verlag, Baden-Baden erscheinen.        L'Idée. Sa naissance – sa vie – sa mort, Paris: Ollendorff, 1920.     „Let us remain what we are, and become ever stronger and more upright.“ STEFAN ZWEIG'S LETTERS TO FRANS MASEREEL by Julia Rebecca Glunk      In spring 2016, the Literaturarchiv Salzburg purchased 19 postcards and 44 letters from Stefan Zweig to the Belgian-Flemish woodcutter and painter Frans Masereel (1889-1972). These documents had been in private ownership since their sale at auction in Paris in 1986. With this purchase, the LAS was able to expand its collection with a key piece of Zweig's correspondence with one of his closest friends. Since September 2024, they have been accessible to the public on Stefan Zweig digital. Our long-standing project collaborator Julia Glunk compiled the 230 surviving letters of the Zweig/Masereel correspondence for the first time as part of her doctoral thesis at the Albert Ludwig University of Freiburg, translating them from French into German, contextualised them with the help of other relevant, unpublished sources and presented them in a critical edition. In the following, she will give an introduction to those of the letters and documents already available on Stefan Zweig digital in the context of the history of Zweig's and Masereel's friendship.    All images cited here are taken from the digital archive of the Frans Masereel Foundation (Saarbrücken), which together with the Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Zürich) holds the copyright to the work of Frans Masereel. They are reproduced here with their kind permission. Excepted from this are the two portrait photographs of Zweig and Masereel from 1940 for which I would like to express my thanks to the heirs of Susanna von Winternitz , as well as the reproduction of the Masereel watercolour from Zweig's private collection for which I owe thanks to Oliver Matuschek. Last but not least, I would like to thank Geoffrey Plow for proofreading the English version of this.   'If everything were to perish,' so runs one of Stefan Zweig's most frequently quoted statements about his friend, the artist Frans Masereel , 'and only the woodcuts he created over a period of ten years remained, it would be possible to reconstruct our entire present world from them alone [...].' The essay in which he erects such a monument to Masereel – as a chronicler of modern times, a renovator of the medieval art of woodcutting and a man of rare sincerity, kindness and strength – appeared in 1923, in the midst of German hyperinflation, as part of the very first, but hardly affordable, illustrated Masereel monograph published in Berlin by the Dane Axel Juncker . A year later, in 1924, Masereel's German publisher Kurt Wolff , the great competitor of Zweig's regular publishing house Anton Kippenberg 's Insel Verlag, brought Masereel's woodcut books to the market in inexpensive, high-circulation 'popular editions', thus sealing what Zweig had attempted and foreseen since meeting Masereel seven years earlier: the triumph of his new art form, the first graphic novels in art history , throughout the young Weimar Republic. 'Germany would offer you a much broader field than France,' he predicted in July 1920 in one of his few letters to Masereel dictated in German, 'and I believe your artistic standing would be recognised much better and sooner here.' Masereel's woodcut series L'Idée. Sa naissance – sa vie – sa mort (1920) , the story of a revolutionary idea encountering dissemination, falsification and persecution in the modern world but ultimately proving immortal, also points to the core of the close friendship that lasted almost 25 years, documented in their letters, only some of which  Of the letters from Zweig to Masereel held at the Literaturarchiv Salzburg and published here as digital facsimiles, the following twelve have already been published in full: Letter dated 10 July 1920 (Briefe an Freunde 1978, pp. 121-122), 9 November 1920 (Briefe an Freunde 1978, pp. 125-126), 2 July 1921 (Briefe an Freunde 1978, pp. 133-135), 8 November 1926 (Briefe an Freunde 1978, pp. 172-173), 29 June 1928 (Briefe an Freunde 1978, p. 196), 23 March 1931 (Briefe an Freunde 1978, p. 212), 13 June 1931 (Briefe an Freunde 1978, pp. 214-216), 18 June 1931 (Zweig Briefe III 2000, pp. 293-294), 18 January 1933 (Briefe an Freunde 1978, pp. 224-225), 15 April 1933 (Briefe an Freunde 1978, pp. 226-228), 23 November 1940 (Briefe an Freunde 1978, pp. 321-322), 1 August 1941 (Briefe an Freunde 1978, p. 326).  have been published to date: their deep shared belief in the ultimate supremacy of the spiritual over the worldly and in the power of ideas and ideals, however much their disciples may be in the minority.     Meeting in Switzerland (1917)   Frans Masereel is Belgian, raised in Ghent, Flanders, in a well-to-do family belonging to the French-speaking bourgeoisie. He is the son of the musically gifted Louise Lava , widow Masereel, and stepson of the gynaecologist and progressive Louis Lava . When the German army invades the country in 1914 and the march through neutral territory to France, as envisaged in the so-called 'Schlieffen Plan', escalates into a brutal invasion and occupation, Masereel, then 25 years old, has already been living away from his native country for four years, having attempted to establish himself as an independent artist in Paris since 1911. As he is particularly interested in the possibilities of satirical press drawings and is also enthusiastic about modern literature, especially the Flemish naturalists and symbolists, he and Zweig could well have met in the French capital even before the war. All the more so since one of Masereel's first acquaintances in Paris is the French translator Henri Guilbeaux , who has already introduced Masereel to Zweig's friends Émile Verhaeren and Léon Bazalgette in 1913, the same year in which he meets Zweig several times during his stay in Paris in the spring. When Zweig finally comes to Switzerland in November 1917, in the fourth year of the Great War, on leave from his military service, where the French Nobel Prize winner for literature Romain Rolland , whom he admires, has given the impetus three years earlier to form an entire French-speaking colony of pacifist writers, the illustrator Masereel is already an integral part of this group.  Masereel initially lives in Geneva in somewhat precarious circumstances, supporting himself with various side jobs in addition to his work as an illustrator for Guilbeaux's pacifist magazine  demain  , the illustrated supplement  La Feuille  to the Geneva newspaper La Nation and the magazine  Les Tablettes  , which he founded together with the French conscientious objector Jean Salives. He lives with his wife, the Frenchwoman Pauline Imhoff , and her 15-year-old daughter from her first marriage, Paule Thomas , in a small sublet attic. These circumstances may explain why no letters from Zweig to Masereel have survived from the first year of their acquaintance. However, Masereel's replies , which have been preserved in Zweig's estate in a total of 147 letters, as well as Zweig's diary entries from the days of their first encounters , document their circumstances well:     On 29 November 1917: 'Masereel: a heavy, bearded, gentle man with a serious, beautiful gaze through his glasses. [...] I like him at first sight.' (Zweig Tagebücher 1984, 281-282)       On 30 November 1917: 'A genuine afternoon of camaraderie with Masereel [...]. How fair these people are. How great! How brotherly.' (Zweig Tagebücher 1984, 283)       And on 2 December 1917: 'Masereel, whom I like very much, actually better and better by the hour.' (Zweig Tagebücher 1984, 283) View digital facsimile     On 2 December, Zweig devotes a remarkably long diary entry to his first visit to Masereel. Having already developed a strong personal affinity with him, he now gets to know him for the first time as the artist and observer he will always admire: 'The series "Les Villes",' he writes, 'one hundred and fifty black-and-white drawings, is among the most magnificent things I have ever seen. The whole city, but really the whole city with its tremendous dynamism, its speed, its mean gestures in a thousand forms.' The very next day, he identifies Masereel to his publisher Anton Kippenberg in Leipzig as a potential book illustrator, which in the following months leads to negotiations for two specific commissions and later also to a personal correspondence between Kippenberg and Masereel. A week later, during Masereel's return visit to Zurich, Zweig introduces him to local gallery owners and publishers: two brochures published by Zweig in 1918 at the local Max Rascher Verlag – his translation of an essay by Rolland and his own feuilleton about the International Red Cross headquarters in Geneva – both feature ink drawings by Masereel. And in September 1918, he enters into negotiations with art historian Arthur Rössler in Vienna regarding the publication of the novella  Der Zwang  ('The Compulsion'), illustrated by Masereel, in Rössler's newly founded Avalun Verlag. The book is finally published in 1920 as a collector's edition by Insel Verlag .     Das Herz Europas / Den hingeschlachteten Völkern, Zürich: Max Rascher Verlag, 1918    Zweig and Masereel, who is visiting Zweig in Rüschlikon near Zurich at the time, witness the end of the First World War together, as well as the dramatic events in Switzerland, where the Federal Council, fearing a Bolshevik revolution, mobilises the army against the striking population. Zweig reads the international news with fear, particularly with regard to the collapse of Austria-Hungary and the political upheaval on all sides: 'A consolation in these days Masereel, the clear, pure, kind man,' he writes in his diary on 4 November 1918, one day after the Villa Giusti armistice between Italy and Austria: 'I know that there are very few people I love as much as him.' Similar feelings are expressed in his oldest surviving postcard to Masereel, dated 26 November 1918, ten days after the latter's return to Geneva: 'My dear friend,' it says, 'the house seems deserted without you' , and how infinitely difficult and uncertain his return to Austria now seems to him, and how crazy, how confusing the times are in which 'revolutionaries become ministers and ministers become revolutionaries'.     'Novels without words'   Another story about a revolution is  25 Images de la Passion d'un Homme  , the first of Masereel's woodcut series, which forms an independent narrative without any accompanying text. Zweig becomes aware of the booklet during a visit to Geneva in early October and is immediately enthusiastic. His review of the story, self-published by Masereel in a limited edition of only fifty copies, is published on 4 December 1918 in the National-Zeitung in Basel and is not only the first of Zweig's five essays on Masereel (cf. the incomplete list on the corresponding index sheet in the contemporary essay archive ). Under the title  Ein Roman ohne Worte  ('A Novel without Words'), Zweig also anticipates, in a sense, the later genre designation 'graphic novel': 'But this novel is not written at all. Words are not its medium. The twenty-five episodes of an anonymous human life are carved in wood by the young Belgian Frans Masereel, whom we have long loved as one of the most powerful artists of our era for many of his works, and who has given his best here.'  Encouraged both by Zweig, in whose essay he feels completely recognised in his artistic approach for the first time, and by Romain Rolland, their mutual friend and idol, Masereel goes even further in his next book:  Mon Livre d'Heures  ('My Book of Hours') is an autobiographically-influenced story in 169 small-format woodcuts, which alternates between anecdotal episodes in almost cinematic real time and panoramic mood images, thus coming even closer to the sensation of a 'reading experience'. Once again, Masereel is only able to print just under 200 copies himself – but these find their way not only to Stefan Zweig in Salzburg, where he has just moved into his new home and reacts to the book with exuberant admiration. But also Rainer Maria Rilke , whose own book of hours was published by Insel Verlag in 1905, makes insistent overtures to Anton Kippenberg about the potential of a German edition. However, Hans Mardersteig , who works for Kurt Wolff, is quicker off the mark. Shortly after the small private edition is published, he secures the rights to a German commercial edition for the publisher, paving the way for all four picture novels Masereel publishes in Geneva in 1919 and 1920 to appear exclusively with Kurt Wolff Verlag in Munich between 1920 and 1924. Zweig's own repeated attempts to establish a long-term agreement between Masereel and Insel Verlag (cf. his letters from [early November 1919] and [late November 1919] ) ultimately fail because Kippenberg is unable to create a relationship of trust in his personal correspondence with the artist that could come close to the one between Masereel and Mardersteig or Masereel and Wolff.      Un fait divers , Geneva: self-published, 1920    Zweig's letters from these years already show what will remain true throughout his life: that he finds the artist Masereel, who will turn increasingly to painting after moving to Paris in 1922, at his strongest here, in woodcutting, and in innovative, autonomous storytelling in pictures. 'It is the most beautiful thing you have ever produced, a striking poem, full of strength, incomparable in all modern art' , he writes to him about L'Idée in December 1920. 'You have reached a point of mastery where I hardly know how you can possibly rise any higher' , in November 1920 he had already commented in the following way about  Histoire sans paroles  , a series about a man's persistent, unsuccessful courtship of a woman and his sudden loss of interest in her when she turns to him. On the other hand, his wife Friderike Zweig did not appreciate the work very much. Even Un fait divers , a small series of eight woodcuts never reprinted in Germany about the seduction of a woman and her suicide, met with Zweig's great admiration in July 1920 ( 'somehow Flemish in its boldness, in its demonic freedom' ). The themes of abuse, abortion and the ostracisation of women, which were already central to Un fait divers , are taken up by Masereel in Groteskfilm , a series of ink drawings, which he publishes in the same year with the young publisher Israel Ber Neumann while staying in Berlin with Carl and Thea Sternheim . However, Zweig will never integrate this work, like Masereel's other works clearly influenced by German New Objectivity and his new friend George Grosz , into his idealised image of the artist Masereel as a bard of modernism in the tradition of Walt Whitman and Émile Verhaeren .     Paris years   With Masereel's move to Paris in the spring of 1922 – shortly after his first and only visit to Zweig in Salzburg – a new phase of their friendship begins that involves more regular meetings. The year 1924 appears to be particularly important in this regard, as Zweig travels to Paris three times for extended stays and establishes an important working relationship with the translator Alzir Hella . Between 1927 and 1929, Hella will translate seven of his books and place them with the largest French publishing houses; thereafter, until 1939, each of Zweig's new publications appears simultaneously with the German first edition in Hella's French translation. The oil portrait Masereel paints of Zweig in Paris in January 1924 – 'Dear Frans, thank you from the bottom of my heart, I feel recognised' – thus shows the writer at a crucial point shortly before the unprecedented, groundbreaking internationalisation of his literary success.     Portrait of Zweig (oil on canvas, 1924) and Montmartre. Hôtel et Escaliers (watercolour, 1926) with a dedication to Zweig    The same enthusiasm for the metropolis of Paris in the midst of modernisation (Zweig raves to his wife Friderike in January 1924 about the radiantly beautiful, 'worldly' French capital) can also be found in the city watercolours that Masereel creates during these years. However, several letters from the same period reveal that both men also share a great ambivalence towards the city. Here, Zweig confesses to Masereel that he is glad to have left the 'pleasure machine that is Paris' this time and to be recently discovering a new need within himself: 'de devenir eremite, de m'enfoncer dans la foret du travail' ('to become a hermit, to immerse myself in the forest of work'). Masereel, Zweig writes in December 1924, is one of the very few who can understand his desire for seclusion and anonymity. In the course of the following years, Zweig will often invite Masereel to join him on his increasingly frequent solitary working trips, to which he becomes accustomed in the years to come as a form of retreat – to Boulogne, to Marseille , Dijon and Folkestone, England.     'Let us remain what we are'    'Restons ce que nous sommes et devenons encore plus forts et plus sincères' ('Let us remain what we are and become even stronger and more sincere'), Zweig had written to Masereel before leaving Switzerland in the spring of 1919 after a stay of a year and a half, adding the hope that among all the sad memories of the terrible times there, the memory of the beginning of their friendship would always remain clear and pure. Indeed, the shared key experience of an international circle of friends based on culture and literature, who together oppose the war between nations, will sustain Masereel and Zweig's friendship for almost 25 years, while the original 'Geneva Circle' of 1917 virtually disbands: The combative Henri Guilbeaux , deported from Switzerland, went to Moscow just in time for the founding of the Communist International and, 15 years later, back in France, will make a name for himself primarily through public polemics against most of his old friends. Pierre Jean Jouve , whose book Romain Rolland vivant: 1914-1919 , alongside Zweig's  Romain Rolland. Der Mann und das Werk  , contributed above all to the stylisation of Rolland as the epitome of intellectual independence, falls out with Rolland first, then with Masereel, over his divorce from his wife, the women's rights activist Andrée Charpentier-Jouve , and his relationship with the psychoanalyst Blanche Reverchon .  In 1929, under the influence of his new Russian partner Maria Kudaschewa (later Marie Romain Rolland), Romain Rolland himself turns away from his former ideal and begins publicly to idealise Stalin's Soviet communism as a peaceful and liberal counterpoint to the fascist movements of Western Europe. This will lead many of the old 'Rollandists', such as Marcel Martinet , to dissociate themselves from him. 'We are almost the last ones who belong completely and unbreakably to his inner circle,' Zweig writes to Masereel in June 1931. However, he himself ignores the differences already emerging between him, Rolland and Masereel which will manifest themselves in the course of the 1930s. (The grand celebration that Zweig plans in 1935 in honour of Romain Rolland's 70th birthday , for example, will be ultimately hijacked by the Comintern-affiliated 'Association des artistes et écrivains révolutionnaires' and the French Communist Party.) Against this backdrop, it is particularly interesting to note that in 1931, he still seriously pursues plans for several months to undertake a longer stay in the Soviet Union together with Masereel to collaborate on an illustrated travelogue there (cf. his letters to Masereel dated 13 June 1931 , 1 August 1931 and 22 August 1931 ).     Censorship during National Socialism   In the spring of 1931, Zweig, together with Romain Rolland and Heinrich Mann , serves on a jury for a competition to determine the best prose text based on one of Masereel's woodcut novels : an initiative by Masereel's new publisher Wilhelm Regendanz (Transmare Verlag) after the dissolution of Kurt Wolff Verlag, finally won by the young writer Walter Bauer , who is promoted by Zweig. In January 1932, at Zweig's request , Masereel illustrates an interview that the journalist Frédéric Lefèvre conducts with Zweig on 'The Role of Intellectuals in the Current Crisis' in the Parisian magazine Les Nouvelles littéraires with a portrait ink drawing. As Masereel sells fewer and fewer paintings due to the economic crisis, it weighs heavily on him that Transmare Verlag is quickly proving to be a rather unreliable partner for the German market. At Masereel's request, Zweig tries to persuade his own publisher Anton Kippenberg to acquire the rights to Masereel's entire graphic works from Transmare. Kippenberg, given his own publishing house's economic struggle, refuses outright to take such a thoroughgoing step. It is possible that Zweig thinks Kippenberg may ultimately change his mind when writing to Masereel in January 1933, as he edits the relevant passage in the dictated letter by hand: 'I have spoken to Kippenberg, and he is very keen (and therefore wants to come to an agreement with Transmare Verlag) to introduce some of your earlier works, such as "Idee", in the Inselbücherei at 80 pfennigs, as well as your new books.' At least, in April 1933, Insel Verlag still publishes a new edition of Geschichte ohne Worte ('Story without Words'), even though, at the same time, Masereel's works are already being shown – and denounced – in the National Socialist propaganda exhibition Kulturbolschewistische Bilder ('Cultural Bolshevik Pictures'). Interestingly, due to the resounding success of the Geschichte , a second edition of 5,000 copies is published in 1935. Only one year later, in 1936, the works of both Zweig and Masereel are finally banned in Germany.      Les Nouvelles littéraires , 9 January 1932, interview with Stefan Zweig, illustrated by Frans Masereel    In October 1933, Zweig portrays to Masereel his own break with Insel Verlag – in reality a complicated and protracted process – as somewhat more drastic than it actually is . While Zweig finds it difficult to join opposition circles of émigrés, Masereel begins working with German political émigrés in Paris very early on and is, among other things, also involved in initiatives of the Communist Party of Germany (KPD) in exile. The fact that this won't lead to any deep alienation during these years, or at least no such alienation becomes apparent, can probably be explained in part by the fact that Masereel hopes to gain a foothold in the English art market through Zweig, who is now living in London – and thus closer to Paris than ever. By agreeing to write a foreword to the catalogue for Masereel's first solo exhibition in England ( 'Of course I will be delighted to write the short introduction' ), he paves the way for this. At the same time, together with Masereel's patron Georg Reinhart in Winterthur and Masereel's publisher Wilhelm Regendanz , who has fled to London after the 'Röhm Putsch', he attempts to establish a micro-publishing house in the English capital for the reissue of Masereel's woodcut series from the 1920s – a plan that ultimately comes to nothing.     Catalogue for Masereel's first solo exhibition in England, Leicester Galleries, London, 1936       'We do not have the right to remain silent'   An appeal that Masereel publishes shortly before the outbreak of war in a German émigré magazine is entitled An meine Freunde, die Künstler! ('To My Friends, the Artists!') and contains the decisive postulate 'We do not have the right to remain silent or indifferent to what is happening around us'. The title of a speech that Zweig reads for Radio Paris during his last stay in Paris, shortly before his last meeting in person with Masereel, reads remarkably similary:  Pour ceux qui ne peuvent pas parler  : 'For those who cannot speak.' Along with the short letter informing Masereel of the exact time of the radio broadcast , he also sends him two tickets for him and his wife Pauline for the lecture  La Vienne d'hier  ('The Vienna of Yesterday') which he gives on the evening of 26 April 1940 at the Théâtre Marigny in front of an audience of 1,600. Just fourteen days later, the German Wehrmacht launches its blitzkrieg against Belgium, the Netherlands, Luxembourg and France, and while Zweig and his second wife Lotte , newly married, board a ship to New York in England in June 1940, Frans and Pauline Masereel flee Paris on foot as part of a mass column of refugees and retreating soldiers, 450 kilometres to the south of France, to the free zone. After a detour – 'un détour via New York' , as he writes – Stefan Zweig learns of the Masereels' whereabouts in Avignon in November 1940, five months later, and offers his help in leaving Europe.     Masereel and Zweig around 1940, portrayed by Zweig's stepdaughter, the photographer Suse von Winternitz     Through their mutual friend Hermann Kesten , who has himself emigrated and is now working in the United States to help persecuted intellectuals leave Europe, Stefan Zweig keeps abreast of the difficulties arising from Masereel's application for an emergency rescue visa . However, with the help of his links with the writer and Colombian ambassador to Argentina Germán Arciniegas and the contacts of Walter Engel , a Masereel collector who has emigrated to Argentina, with the Belgian diplomat René Louis van Meerbeke , he succeeds in obtaining a visa for Masereel to Colombia. Since Zweig's letters to Masereel – and Masereel's letters to Zweig – presumably arrive several months late, and since no replies from Masereel have been preserved after Zweig's departure from England to America, it is not clear whether Zweig has heard from his friend again when taking his own life in February 1942. His last letter to Masereel is dated 15 August 1941. Frans and Pauline Masereel did not make use of the visa for Latin America.   The dissertation Stefan Zweig and Frans Masereel: History of Their Friendship in Letters and Documents 1917–1942 was submitted to the Albert Ludwig University of Freiburg im Breisgau in December 2025 as a doctoral thesis and is scheduled to be published in 2026 in the Klassische Moderne series by Nomos Verlag, Baden-Baden.       Literatur (Auswahl)   Von Julia Rebecca Glunk:   Mit Joris van Parys: Eiland in de storm. Frans Masereel, Stefan Zweig en Zwitserland in de oorlogsjaren 1917-1918. in: Gent/Amsab-ISG: Brood &amp; Rozen, 2025(3). S. 34-51.  „Jedenfalls lassen Sie sich diesen wundervollen Menschen nicht entgehen". Stefan Zweig, Frans Masereel und Anton Kippenberg. in: Stefan Zweig. Biographie, Politik, Medien. Hrsg. von Clemens Woldan, Würzburg: Königshausen &amp; Neumann, 2024. (Schriftenreihe des Stefan Zweig Zentrum, Bd. 21) S. 85–109.  Nous, les Rollandistes. Stefan Zweig, Frans Masereel et l'héritage genevois. In: Études Romain Rolland, Cahiers de Brèves, Bd. 50, Brèves: Association Romain Rolland, Januar 2023. S. 23–32.  „Wir Rollandisten" – Stefan Zweig, Frans Masereel und das Genfer Erbe. In: Marina Ortrud Hertrampf (Hrsg.): Frieden! Pazifistische Gedanken im Umfeld von Romain Rolland, München: AVM Verlag, 2022. (Romain Rolland Studien, Bd. 1) S. 39–56. https://www.avm-verlag.de/?listview&amp;reihe=RH-RRS   „Es wird noch heftige Gewitter geben." Frans Masereel und die Friedensbewegung nach 1918. In: Idée de paix – Idee des Friedens – Idea of Peace. Frans Masereel. (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung von 24. Februar 2022 bis 14. August 2022), Musée National de la Résistance et des Droits Humains: Esch-sur-Alzette, 2022. S. 218–243.     Primäre Quellen:   Pierre Vorms: Gespräche mit Frans Masereel, Dresden: Verlag der Kunst, 1967.  Friderike Maria Zweig: Spiegelungen des Lebens, Wien/Stuttgart/Zürich: Hans Deutsch, 1964.  Stefan Zweig: Briefe. 1914–1919 (Bd. 2), 1920–1931 (Bd. 3), 1932–1942 (Bd. 4). Hrsg. von Knut Beck, Jeffrey B. Berlin und Natascha Weschenbach-Feggeler, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1998–2005.  Stefan Zweig: Briefe an Freunde. Hrsg. von Richard Friedenthal, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1978.  Stefan Zweig: Die Welt von gestern. Hrsg. und kommentiert von Oliver Matuschek, Frankfurt a.M.: S. Fischer, 2017.  Stefan Zweig: Frans Masereel. Der Mann und Bildner (1923). In: Das Geheimnis des künstlerischen Schaffens. Hrsg. von Knut Beck, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. S. 217–228.  Stefan Zweig: „Ich wünschte, dass ich Ihnen ein wenig fehlte". Briefe an Lotte Zweig 1934–1940. Hrsg. von Oliver Matuschek, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2013.  Stefan Zweig: Tagebücher, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. (Gesammelte Werke in Einzelbänden)  Stefan Zweig/Anton Kippenberg: Briefwechsel 1905–1937. Ausgewählt von Oliver Matuschek und Klemens Renoldner. Hrsg. und kommentiert von Oliver Matuschek unter Mitwirkung von Klemens Renoldner, Berlin: Insel Verlag, 2022.  Stefan Zweig/Romain Rolland: Correspondance 1910–1919 (Bd. 1), 1920–1927 (Bd. 2), 1928–1940 (Bd. 3). Édition établie, présentée et annotée par Jean-Yves Brancy, Bd. 1, Paris: Albin Michel, 2014–2016.  Stefan Zweig/Romain Rolland: Briefwechsel 1910–1923 (Bd. 1), 1924–1940 (Bd. 2). Hrsg. von Waltraud Schwarze, Bd. 1, Berlin: Rütten &amp; Loening, 1987.     Sekundärliteratur:   David A. Beronä: Wordless Books. The Original Graphic Novels, New York: Abrams Books, 2008.  Susanne Buchinger: Stefan Zweig – Schriftsteller und literarischer Agent. Die Beziehungen zu seinen deutschsprachigen Verlegern (1901–1942), Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1998. (Archiv für Geschichte des Buchwesens, Studien I)  Samuel Dégardin/Tatiana Trankvillitskaia: Frans Masereel. Voyage au pays des Soviets, Gent: Snoeck, 2022.  Gertrud Fiege (Hrsg.): „Von Schwarz zu Weiß". Frans Masereel im literarischen Deutschland, Deutsches Literaturarchiv Marbach: Marbacher Magazin Nr. 31, 1984.  Oliver Matuschek: Stefan Zweig. Drei Leben. Eine Biographie, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2006.  Serge Niémetz: Stefan Zweig. Le Voyageur et ses mondes. Biographie, Paris: Belfond, 1996.  Joris van Parys: Masereel. Eine Biographie. Aus dem Niederländischen von Siegfried Theissen, Zürich: Edition 8, 1999.  Joris van Parys: The 'Silent Novels' of Frans Masereel: Godfather of the American Graphic Novel. Übersetzt von Astrid Vandendaele. in: The Low Countries, Rekkem/Den Haag, 2019. https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel   Donald A. Prater: Stefan Zweig. Das Leben eines Ungeduldigen. Aus dem Englischen von Annelie Hohenemser, München/Wien: Carl Hanser, 1981.  Paul Ritter: Frans Masereel. Eine annotierte Bibliographie, München/London/New York/Paris: K. G. Saur, 1992.  Pierre Vorms: Masereel. Catalogue raisonné, Antwerpen: Mercatorfonds, 1976.      Selective bibliography   Also by Julia Rebecca Glunk:   With Joris van Parys: Eiland in de storm. Frans Masereel, Stefan Zweig en Zwitserland in de oorlogsjaren 1917-1918. in: Gent/Amsab-ISG: Brood &amp; Rozen, 2025(3). pp. 34-51.  „Jedenfalls lassen Sie sich diesen wundervollen Menschen nicht entgehen". Stefan Zweig, Frans Masereel und Anton Kippenberg. in: Stefan Zweig. Biographie, Politik, Medien. Ed. by Clemens Woldan, Würzburg: Königshausen &amp; Neumann, 2024. (Schriftenreihe des Stefan Zweig Zentrum, vol. 21) pp. 85–109.  Nous, les Rollandistes. Stefan Zweig, Frans Masereel et l'héritage genevois. In: Études Romain Rolland, Cahiers de Brèves, vol. 50, Brèves: Association Romain Rolland, January 2023. pp. 23–32.  „Wir Rollandisten" – Stefan Zweig, Frans Masereel und das Genfer Erbe. In: Marina Ortrud Hertrampf (ed.): Frieden! Pazifistische Gedanken im Umfeld von Romain Rolland, Munich: AVM Verlag, 2022. (Romain Rolland Studien, vol. 1) pp. 39–56. https://www.avm-verlag.de/?listview&amp;reihe=RH-RRS   „Es wird noch heftige Gewitter geben." Frans Masereel und die Friedensbewegung nach 1918. In: Idée de paix – Idee des Friedens – Idea of Peace. Frans Masereel. (Catalogue for the exhibition of the same name from 24 February 2022 to 14 August 2022), Musée National de la Résistance et des Droits Humains: Esch-sur-Alzette, 2022. pp. 218–243.     Primary sources:   Pierre Vorms: Gespräche mit Frans Masereel, Dresden: Verlag der Kunst, 1967.  Friderike Maria Zweig: Spiegelungen des Lebens, Vienna/Stuttgart/Zurich: Hans Deutsch, 1964.  Stefan Zweig: Briefe. 1914–1919 (vol. 2), 1920–1931 (vol. 3), 1932–1942 (vol. 4). Ed. by Knut Beck, Jeffrey B. Berlin and Natascha Weschenbach-Feggeler, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1998–2005.  Stefan Zweig: Briefe an Freunde. Ed. by Richard Friedenthal, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1978.  Stefan Zweig: Die Welt von gestern. Ed. and annotated by Oliver Matuschek, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2017.  Stefan Zweig: Frans Masereel. Der Mann und Bildner (1923). In: Das Geheimnis des künstlerischen Schaffens. Ed. by Knut Beck, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. pp. 217–228.  Stefan Zweig: „Ich wünschte, dass ich Ihnen ein wenig fehlte". Briefe an Lotte Zweig 1934–1940. Ed. by Oliver Matuschek, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2013.  Stefan Zweig: Tagebücher, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. (Gesammelte Werke in Einzelbänden)  Stefan Zweig/Anton Kippenberg: Briefwechsel 1905–1937. Selected by Oliver Matuschek and Klemens Renoldner. Ed. and annotated by Oliver Matuschek with the collaboration of Klemens Renoldner, Berlin: Insel Verlag, 2022.  Stefan Zweig/Romain Rolland: Correspondance 1910–1919 (vol. 1), 1920–1927 (vol. 2), 1928–1940 (vol. 3). Édition établie, présentée et annotée par Jean-Yves Brancy, vol. 1, Paris: Albin Michel, 2014–2016.  Stefan Zweig/Romain Rolland: Briefwechsel 1910–1923 (vol. 1), 1924–1940 (vol. 2). Ed. by Waltraud Schwarze, vol. 1, Berlin: Rütten &amp; Loening, 1987.     Secondary literature:   David A. Beronä: Wordless Books. The Original Graphic Novels, New York: Abrams Books, 2008.  Susanne Buchinger: Stefan Zweig – Schriftsteller und literarischer Agent. Die Beziehungen zu seinen deutschsprachigen Verlegern (1901–1942), Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1998. (Archiv für Geschichte des Buchwesens, Studien I)  Samuel Dégardin/Tatiana Trankvillitskaia: Frans Masereel. Voyage au pays des Soviets, Ghent: Snoeck, 2022.  Gertrud Fiege (ed.): „Von Schwarz zu Weiß". Frans Masereel im literarischen Deutschland, Deutsches Literaturarchiv Marbach: Marbacher Magazin no. 31, 1984.  Oliver Matuschek: Stefan Zweig. Drei Leben. Eine Biographie, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2006.  Serge Niémetz: Stefan Zweig. Le Voyageur et ses mondes. Biographie, Paris: Belfond, 1996.  Joris van Parys: Masereel. Eine Biographie. Translated from Dutch by Siegfried Theissen, Zurich: Edition 8, 1999.  Joris van Parys: The 'Silent Novels' of Frans Masereel: Godfather of the American Graphic Novel. Translated by Astrid Vandendaele. in: The Low Countries, Rekkem/The Hague, 2019. https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel   Donald A. Prater: Stefan Zweig. Das Leben eines Ungeduldigen. Translated from English by Annelie Hohenemser, Munich/Vienna: Carl Hanser, 1981.  Paul Ritter: Frans Masereel. Eine annotierte Bibliographie, Munich/London/New York/Paris: K. G. Saur, 1992.  Pierre Vorms: Masereel. Catalogue raisonné, Antwerp: Mercatorfonds, 1976.      </gams:textualContent><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:szd" /></szd:Collection></rdf:RDF>